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Präklinisches Management von Wirbelsäulenverletzungen

Verletzungen im Bereich der Wirbelsäule können für die Betroffenen dramatische Folgen haben, wobei es durch die notwendigen Rettungsmaßnahmen bei nicht korrekter Ausführung zu einer deutlichen Verschlechterung der Situation kommen kann. Fundierte Kenntnisse tragen daher maßgeblich zu einer adäquaten Versorgung beim Verdacht auf eine vorliegende Wirbelsäulenverletzung bei.

Aufrechter Gang und knöcherner Schutz

Die Wirbelsäule stellt die krafttragende Verbindung zwischen oberer und unterer Körperhälfte dar. Sie ermöglicht den aufrechten Gang und bildet zudem den knöchernen Schutz des Rückenmarks, ist aber aufgrund ihres segmentalen Aufbaus und ihrer hohen Beweglichkeit auch vergleichsweise empfindlich für Verletzungen. Ein Trauma der Wirbelsäule bedeutet die Gefährdung einer oder beider Funktionen und kann zu schweren bleibenden Schäden bis hin zum Tod führen. Verletzungen des Achsskeletts sind häufig nicht offensichtlich und bergen teils vital bedrohliche Begleiterscheinungen. Die Therapie stellt in der gesamten Rettungskette eine Herausforderung an das behandelnde Team dar, adäquate therapeutische Maßnahmen zu ergreifen und sekundäre Schäden zu vermeiden.

Gewalteinwirkung durch Hochrasanztraumata

Wirbelsäulenverletzungen entstehen in der Regel durch hohe Gewalteinwirkung im Rahmen von Hochrasanztraumata. Im Vergleich zu anderen Verletzungen des Bewegungsapparates sind sie eher selten (0,5-1 %). Betroffen sind am häufigsten Männer im erwerbstätigen Alter. Bei 48 % der polytraumatisierten Patienten werden Wirbelsäulenverletzungen dokumentiert. Eine traumatische Beteiligung des RM wird in Industrienationen mit 10–30 pro einer Mio Einwohner angegeben. Verletzungen mit bleibender Schädigung des RM verursachen nachhaltige Behandlungskosten und senken sowohl die Lebensqualität als auch die Lebenserwartung der Betroffenen. Verletzungen an der Wirbelsäule treten bei Kindern seltener auf als bei Erwachsenen, sind dann jedoch mit einer 6-fach höheren Mortalität verbunden.

Geriatrische Patienten

Im Rahmen des demografischen Wandels kommt es zu einer Zunahme von geriatrischen Patienten mit Wirbelsäulenverletzungen. Wie bei Kindern liegt eine altersspezifische Morphologie vor. Bestehen pathologische Veränderungen (z. B. Osteoporose, Malignom), so kann bereits ein Bagatelltraumata zu Frakturen führen oder es können Spontanfrakturen auftreten.

Lesen Sie den gesamten Beitrag hier: Präklinisches Management von Wirbelsäulenverletzungen

Aus der Zeitschrift Der Notarzt 4/2016

 

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