• Psychopharmaka

     

Psychopharmaka in der Schmerztherapie – Allgemeiner Stellenwert von Antidepressiva bei Patienten mit chronischen Schmerzen

In der Therapie chronischer Schmerzen kam es in den letzten Jahren zu einem Paradigmenwechsel. Nicht eine alleinige Ursache wird mehr für einen bestimmten Schmerz verantwortlich gemacht, sondern der Schmerz wird verstanden als durch ein Bündel von Faktoren verursacht. Dementsprechend wird nicht mehr allein mit Opiaten oder den klassischen NSAIDs behandelt, sondern durch Hinzunahme von Psychopharmaka. Für die folgende Ausführung werden keine speziellen Vorkenntnisse in Psychiatrie benötigt. Der vorliegende Überblick soll dem tätigen Anästhesisten die Verwendung von Antidepressiva näher bringen und damit deren Anwendung erleichtern.

In der Therapie chronischer Schmerzen kam es in den letzten Jahren zu einem Paradigmenwechsel: Nicht eine alleinige Ursache wird mehr für einen bestimmten Schmerz verantwortlich gemacht. Man geht davon aus, dass der Schmerz durch mehrere Faktoren verursacht wird. Dementsprechend wird nicht mehr nur mit Opiaten oder den klassischen NSAIDs behandelt, sondern auch durch Hinzunahme von Psychopharmaka. Dieser Beitrag soll dem tätigen Anästhesisten die Verwendung von Antidepressiva näher bringen und damit deren Anwendung erleichtern. In einem 2. Überblicksartikel in der nächsten AINS-Ausgabe werden Antiepileptika und Neuroleptika näher beleuchtet.

Entstehung von Schmerz

Für die Entstehung von chronischem Schmerz geht man seit Engel nicht mehr

  • von einem monokausalen, sondern
  • von einem mehrdimensionalen Modell aus: dem bio-psycho-sozialen Modell.

Nach diesem Modell betrachtet man nicht nur

  • den Schmerz selbst und seine (vermeintlichen) organischen Ursachen, sondern ebenso
  • psycho-soziale Umstände, etwa Beruf oder Familie, sowie den
  • psychischen Zustand des Schmerzpatienten.

Diese Sichtweise spiegelt sich auch in der therapeutischen Herangehensweise wider und hat somit direkte Auswirkungen auf die Therapie.

Alternativen zu Psychopharmaka

Es ist insgesamt ein Rückgang operativer und konservativ invasiver Verfahren in der interdisziplinären schmerztherapeutischen Vorgehensweise zu verzeichnen. Es sei trotzdem ausdrücklich darauf hingewiesen: Bei einigen Krankheitsbildern wie dem CRPS (Complex regional Pain Syndrome) sind invasive Verfahren (z. B. Nervenblockaden, Sympathikusblockaden) indiziert.

Auch komplementäre Verfahren wie die Neuraltherapie (z. B. bei einer Postzoster-Neuralgie) oder psychologische bzw. psychiatrische Interventionen können wirksam sein. Diese Verfahren bleiben jedoch oftmals den akuten / subakuten Fällen vorbehalten bzw. wirken bei strukturellen Schädigungen nur sehr eingeschränkt.

 

Lesen Sie den gesamten Beitrag hier Psychopharmaka in der Schmerztherapie

Aus der Zeitschrift AINS 11-12/2010

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