• Schnittwunde am Hals

     

Schnittwunde am Hals – Eine merkwürdige Selbsttherapie

Schon 2 Jahre liegt der Einsatz auf dem Open-Air-Festival zurück. Doch Cem Seylan [*] erinnert sich noch gut an die ungewöhnliche Verletzung, die sich ein Patient in Panik selbst zufügte. Der genaue „Unfallhergang“ ist ihm jedoch bis heute ein Rätsel.

Jung, aber schon viel Erfahrung

Obwohl Seylan erst im August seine Ausbildung zum Notfallsanitäter begonnen hat, blickt er bereits auf 4 Jahre Sanitätsdienst bei der Freiwilligen Feuerwehr zurück. In seiner Heimatstadt in Schleswig-Holstein war er der erste türkischstämmige Feuerwehrmann. Seine Sprachkenntnisse haben ihm und seinem Team schon bei vielen Einsätzen geholfen, Verletzte und Angehörige zu beruhigen und die Situation zu klären. Im Sommer vor 2 Jahren jedoch war er im wahrsten Sinne des Wortes sprachlos.

Vorfreude

Damals meldet sich Seylan für eine ehrenamtliche Tätigkeit auf einer Großveranstaltung. Schon Tage vorher freut er sich auf das Open-Air-Festival, auch wenn er nicht als Besucher teilnehmen würde, sondern als Helfer. Die Musik, die vielen Leute und der Dienst mit den Kollegen anderer Bereitschaften – diese Mischung versprach Spannung. Es ist das erste Mal, dass Seylan außerhalb seines gewohnten Einsatzgebiets arbeitet – rund 3,5 Stunden von zu Hause entfernt.

Einsatz in zunächst heiterer Atmosphäre

„Wir hatten verschiedene Fahrzeuge im Einsatz und Behandlungsplätze vor Ort errichtet. Ich war als dritter Mann mit auf einem RTW eingeteilt – quasi als Praktikant,“ erzählt Seylan. Die Stimmung an diesem Nachmittag ist ausgelassen. Einige Besucher schlagen am Rande des Geländes ihre Zelte auf. Überall ist Musik zu hören, die Leute tanzen und feiern. Der sonnige Tag verläuft zunächst ruhig. Dann die Meldung: „Schnittwunde am Hals“. Seylan befindet sich mit seinem Team gerade am Zelt eines anderen Patienten, als sie angefordert werden. Mit dem Rettungswagen bahnen sie sich den Weg durch die Menschenmenge. „Trotzdem dauerte es nur einige Minuten, bis wir den nahegelegenen Behandlungsplatz erreicht hatten“, erinnert sich Seylan.

*Name geändert.

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Aus der Zeitschrift: retten 1/2016

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