• Larynxtubus

     

Schritt für Schritt: Larynxtuben anwenden

Endotracheale Intubation oder Larynxtubus?

Die Beatmung von Notfallpatienten ist im präklinischen Einsatz eine große Herausforderung. Neben oftmals wenig optimalen Voraussetzungen aufgrund der Einsatzbedingungen sind Notfallpatienten i. d. R. nicht nüchtern. Es besteht daher während einer Beutel-Masken-Beatmung das Risiko, dass der Patient erbricht und Mageninhalt aspiriert. Aus diesem Grund hat die Sicherung der Atemwege eine große Bedeutung. Den besten Schutz vor Aspiration bietet die endotracheale Intubation. Bei reanimationspflichtigen Patienten hat die endotracheale Intubation jedoch 2 Nachteile: Für das Einführen des Endotrachealtubus wird die Herzdruckmassage häufig zu lange unterbrochen. Eine Studie hat 100 von Paramedics durchgeführte endotracheale Intubationen ausgewertet. Danach betrug die durch die Intubation bedingte Unterbrechung der Herzdruckmassage durchschnittlich 110 s. Außerdem besteht bei der endotrachealen Intubation das Risiko einer Tubusfehllage in der Speiseröhre (Ösophagus). Je nach Erfahrung liegt die Misserfolgsrate bei bis zu 50 %. Dabei beträgt der Anteil unerkannter Tubusfehllagen 0,5–17 %. Der Larynxtubus wurde 2001 als weniger riskante Alternative zur endotrachealen Intubation entwickelt.

Funktionsweise

Der Larynxtubus ist eine supraglottische Atemwegshilfe. Man bringt ihn ohne Hilfsmittel über den Mund in die Atemwege des Patienten ein. Seine 2 Cuffs positioniert man dabei so, dass diese

  • sowohl den Ösophagus zum Kehlkopf hin abdichten und dadurch die Wahrscheinlichkeit eines Erbrechens (Regurgitation) mindern
  • als auch das unerwünschte Entweichen von Luft reduzieren.

 

Lesen Sie hier den gesamten Beitrag mit Video: Schritt für Schritt: Larynxtuben anwenden

Aus der Zeitschrift retten! 3/2016

Call to Action Icon
retten! Jetzt kostenlos testen!

THIEME NEWSLETTER

  • Jetzt zum Newsletter anmelden und Paper sichern!

    Jetzt kostenlos anmelden!

    Melden Sie sich jetzt für unseren Newsletter an und Sie erhalten als Dankeschön ein Paper zum Download.

Quelle

retten!
retten!

Das Fachmagazin für den Rettungsdienst

EUR [D] 43,00Zur ProduktseiteInkl. gesetzl. MwSt.

Buchtipps

Memorix Notfallmedizin
Sönke MüllerMemorix Notfallmedizin

EUR [D] 61,99Zum Warenkorb hinzufügenInkl. gesetzl. MwSt.

Taschenatlas Notfallmedizin
Hans Anton Adams, Andreas Flemming, Lars Friedrich, Heiner RuschulteTaschenatlas Notfallmedizin

EUR [D] 51,99Zum Warenkorb hinzufügenInkl. gesetzl. MwSt.