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Sichere Notfallnarkose bei Kindern

Die Einleitung einer Narkose im Rettungsdienst ist aufgrund der ungünstigen Rahmenbedingungen komplex und mit einem erhöhten Fehlerrisiko verbunden. Basierend auf den aktuellen Empfehlungen der Fachgesellschaften wird ein Aktionsplan zur Indikationsstellung, systematischen Vorbereitung von Team und Material sowie zur sicheren Durchführung von Notfallnarkosen vorgestellt.

Im Fokus stehen hierbei ein optimiertes Team Ressource Management und die Anwendung bei pädiatrischen Notfallpatienten. Typische Risiken und Fehler werden analysiert und Empfehlungen zu deren Vermeidung gegeben.

Vorgehen nach dem ABCDE-Schema

Je jünger Kinder sind, desto eher sind sie im Rahmen einer Anästhesie von Hypoxie und Hypotonie bedroht. Nach dem Leitsatz „Treat first what kills first“ wird, wie in allen maßgeblichen Konzepten zur medizinischen Notfallversorgung (vgl. AHA, ERC etc.), das Vorgehen strukturiert, um lebensbedrohliche Störungen der Vitalfunktionen sofort zu erkennen und priorisiert zu behandeln.

A: Airway und C-Spine Protection
B: Breathing
C: Circulation
D: Disability
E: Environment / Exposure

Aktionsplan Sichere Notfallnarkose

Checklisten finden in High-Reliability-Settings wie der Luftfahrt sowohl bei Routineprozeduren als auch in Akut- und Krisensituationen gleichermaßen Anwendung. In der Humanmedizin ist beispielhaft die „WHO-Checklist for Patient Safety“ erfolgreich etabliert, wenngleich in der Akut- und Notfallmedizin noch weitgehend auf den Gebrauch von Checklisten verzichtet wird. Der hier vorgestellte Aktionsplan Sichere Notfallnarkose (RSI) in Form einer Checkliste soll bei Anwendung laut vorgelesen und jeder Punkt nach durchgeführtem Check abgehakt werden, um maximale Teamperformance zu erreichen und Fehler zu minimieren.

Präoxygenierung

Die umgehende Insufflation von High-Flow Sauerstoff über eine dichtsitzende Gesichtsmaske im Rahmen der strukturierten Traumaversorgung ist rettungsdienstliche Routine und steht daher in der Realität meist weit vor der Entscheidung für oder gegen eine Narkoseeinleitung. Der Einsatz von Nichtrückatem-Masken mit O2-Reservoir erhöht die Effektivität ebenso wie der Gebrauch von Demandventilen. Während bei Kindern ein Sauerstoff-Flow von 10 l / min das AMV übersteigt (= High-Flow), ist dazu bei Erwachsenen ein Flow von 15 l / min notwendig. Die Effektivität der Präoxygenierung lässt sich durch ausreichende Dauer (mindestens 3 min) und leichte (beim Traumapatienten achsengerechte) Oberkörperhochlagerung im Sinne einer Anti-Trendelenburg-Lagerung (20–30°) ohne negative Auswirkungen auf den Intubationssitus steigern, wenn die Hämodynamik des Patienten und Fahrzeugtechnik (Trage / -tisch) dies zulassen.

Lesen Sie den gesamten Beitrag hier: Aktionsplan Sichere Notfallnarkose bei Kindern

Aus der Zeitschrift Der Notarzt 5/2016

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Quelle

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