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Sterbehilfe - Vor die Entscheidung stellen

Einsatzmeldung Atemnot, ein 45-jähriger Patient mit Lungenkarzinom im Endstadium. Ein nächtlicher Einsatz, der ganz anders ausgeht als erwartet und den erfahrenen Rettungsassistenten und Theologen Michael Frieß an seine persönliche Grenze bringt.

Einsatzmeldung

Es ist ein kühler Herbstabend im Oktober, draußen ist es dunkel und die Straßen sind fast leer. Michael Frieß und seine beiden Kollegen haben Nachtschicht. Seit knapp 4 Stunden sind sie jetzt auf der Rettungswache in Gröbenzell. Aber ausruhen können sie sich an diesem Abend nicht. Zwei Einsätze haben sie schon hinter sich, als die Leitstelle Fürstenfeldbruck eine neue Meldung durchgibt: Atemnot. Der Patient ist ein 45-jähriger Familienvater mit Lungenkarzinom im Endstadium. Ein Notarzt wird benötigt.

Abfahrbereit

Der Ausrüstungscheck vor Schichtbeginn ist erfolgt: Für den Einsatz ist alles bereit. Innerhalb kürzester Zeit sind der 35-jährige Rettungsassistent und seine Kollegen startklar. Gegen 23 Uhr geht es mit Signal los in Richtung Emmering. Der Ort liegt etwa 15 Minuten entfernt und gehört eigentlich gar nicht mehr zum Einsatzgebiet von Gröbenzell. Da der dortige Rettungswagen bei einem Einsatz ist, übernimmt die Rettungswache Gröbenzell den Einsatz. Die meisten Leute schlafen um diese Uhrzeit schon, es sind nur noch vereinzelt Autos auf den Straßen unterwegs. Die Fahrt verläuft ruhig. Frieß macht sich unterwegs noch keine Gedanken, was ihn am Einsatzort erwartet. Atemnot ist schließlich eine häufige Meldung.

Am Ziel angekommen

Das Ziel ist ein 5-stöckiges Wohnhaus mitten im Zentrum von Emmering. Das Haus sieht unauffällig aus, ein ganz normales Mehrfamilienhaus. Im dritten Stock brennt noch Licht – da muss es sein. Schnell nehmen sie die Ausrüstung rennen zum Haus. Frieß klingelt an der Eingangstür. „Das Warten fühlte sich endlos lange an“, erinnert er sich. Als endlich der Türöffner summt, geht es im Eilschritt druchs Treppenhaus nach oben. Die komplette Ausrüstung muss mit, Aufzug gibt es keinen. Den Rettern ist sofort klar: Wenn der Patient in die Klinik muss, dann wird es ein mühsamer Transport durch das enge Treppenhaus.

Der erste Eindruck

Eine etwa 40-jährige Frau öffnet die Wohnungstür. Sie stellt sich als Ehefrau des Patienten vor. Durch einen kurzen Flur geht es ins Wohnzimmer. Der erste Eindruck ist positiv: Der Patient ist ruhig und gefasst. Die Wohnung ist gutbürgerlich eingerichtet und es ist sehr ordentlich. Der 45-Jährige sitzt auf dem Sofa und ringt nach Luft, er ist blass, aber voll ansprechbar. Die beiden Kinder des Ehepaars schlafen schon und bekommen von der ganzen Aufregung nichts mit. Trotz der angespannten Situation hat die Familie alles im Griff. Frieß weiß noch genau, dass er darüber sehr froh war. Angsterfüllte und panisch reagierende Familienangehörige sind bei Einsätzen eine besondere Herausforderung.

Lesen Sie den gesamten Beitrag hier: Sterbehilfe vs. sterben lassen - Vor die Entscheidung gestellt

Aus der Zeitschrift retten! 5/2016

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