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Thoraxtrauma: Von der präklinischen Versorgung bis in den Schockraum

Thoraxtraumata stellen das Personal des Rettungsdienstes vor große Herausforderungen. Aufgrund pathophysiologischer Veränderungen und besonderer Dynamik haben diese Verletzungen große Relevanz und bedrohen den Patienten vital. Zeitkritische Diagnostik und Therapie stehen im Vordergrund und müssen dem präklinischen Notfallteam geläufig sein.

Thorakale Traumata sind eine häufige Ursache für tödliche Verletzungen. Verletzungen des Brustkorbs mit den darin enthaltenen Organen (Lunge, Herz, große Gefäße) sind für das Outcome des Patienten von hoher Bedeutung, da prinzipiell jede Struktur betroffen sein kann. Grundlegend unterschieden werden stumpfe von penetrierenden Verletzungen. Über 90 % sind stumpfe Thoraxtraumata, während penetrierende Verletzungen eher selten auftreten. In anderen Ländern ist die Inzidenz penetrierender Verletzungen (Stich- und Schussverletzungen) deutlich höher. Möglicherweise wird sich dieses Bild in Zukunft infolge der Terroranschläge verschieben.

Daneben treffen wir zunehmend auf ältere Patienten mit Begleiterkrankungen. Bei diesen Patienten schwinden die physiologischen Reserven, Symptome sind oft verschleiert, und eine Dauermedikation (z. B. Antikoagulation) erschwert die Behandlung.

Stumpfes Thoraxtrauma

Unfallmechanismus

Bei stumpfen Traumata ist der Unfallmechanismus relevant. Ein Lenkradanpralltrauma nähert das Sternum, die Rippen und die Wirbelsäule einander an. Es kommt zur Kontusion von Lungen und Herz. Ein seitlicher Aufprall wirkt sich auf Rippen, Lunge und die großen intrathorakalen Gefäße aus. Ein Sturz aus großer Höhe bewirkt eine axiale Stauchung (s. Übersicht). Die Folgen sind nicht nur Verletzungen der Extremitäten, sondern auch des Achsenskeletts und der intrathorakalen Organe.

Diagnostik und klinische Untersuchung

Die körperliche Untersuchung umfasst die klassische Inspektion mit besonderer Beachtung der Atemfrequenz und Dyspnoe. Mittels Auskultation werden die Atemgeräusche beurteilt: vorhanden, seitengleich, pathologische Geräusche? Eine Palpation soll Schmerzpunkte, Krepitationen, Hautemphyseme und Instabilitäten aufdecken. Es kann perkutiert werden. Ein hypersonorer Klopfschall weist auf einen Pneumothorax hin.

Ein strukturiertes Vorgehen ist bei der klinischen Untersuchung notwendig. Im Rahmen eines 5-Sekunden-Checks wird geprüft, ob eine Atemwegsverlegung, eine lebensbedrohliche Blutung oder ein traumatischer Herzstillstand vorliegt. Diese 3 Bedingungen führen zu einer Veränderung der Versorgungsprioritäten.

Wenn dies ausgeschlossen werden kann, wird strukturiert nach Untersuchungsalgorithmen von ERC oder PHTLS® vorgegangen, um keine relevante Verletzung zu übersehen.

Lesen Sie den gesamten Beitrag hier: Thoraxtrauma: Von der präklinischen Versorgung bis in den Schockraum

aus der Zeitschrift: retten! 04/2018

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