• Versorgung von Traumapatienten mit dem „REBEL“-Set - Notfallmedizin - Rettungsdienst - AINS - Georg Thieme Verlag

     

Versorgung von Traumapatienten mit dem „REBEL“-Set

Die zunehmende Terrorbedrohung und ein verändertes Einsatzspektrum für den Rettungsdienst erfordern eine Anpassung und Erweiterung von Notfallrettungsmitteln und Einsatztaktik. Ein Beispiel hierfür ist die bayerische „Handlungsempfehlung für Rettungsdienst bei besonderen Einsatzlagen (REBEL)“. Es werden 3 Fälle vorgestellt, bei denen „neue Hilfsmittel“ wie Hämostyptika, Thoraxverschlusspflaster und Tourniquet aus dem REBEL-Set bei Rettungsdiensteinsätzen angewandt wurden.

Trauma ist die häufigste Todesursache bei Personen bis 44 Jahre sowie die dritthäufigste Todesursache in allen Altersklassen in den westlichen Industrienationen. Etwa 30 – 40% der Schwerverletzten versterben an einer schweren Hämorrhagie – bis zu 50% davon bereits präklinisch, insbesondere nach penetrierenden Traumata. Potenziell reversible Ursachen des traumatischen Herz-Kreislauf-Stillstandes sind:

  • Hypovolämie
  • Hämorrhagie
  • Spannungspneumothorax
  • Hypoxie, z. B. durch Atemwegsverlegung
  • Perikardtamponade

Auch wenn die Versorgung schwerer Traumata gerade im bodengebundenen Notarztdienst in Deutschland ein eher seltenes Notfallbild darstellt, ist die Polytraumaversorgung ein zentraler Bereich der präklinischen Notfallmedizin, mit einem hohen Maß an Bewusstsein und Motivation aller Beteiligten. Dies zeigt sich auch in den zahlreichen und in den letzten Jahren immer weiter verbreiteten, zertifizierten Trauma-Kurssystemen – Pre Hospital Trauma Life Support (PHTLS®), International Trauma Life Support (ITLS®) – sowie der konsekutiven, „traumazentrierten“ Verbreitung einer algorithmusbasierten Versorgung. Dabei stimmen die Empfehlungen des PHTLS im hohen Maße mit den Empfehlungen der S3-Leitlinie Polytrauma überein.

Die in den letzten Jahren in Deutschland zunehmende Anzahl an Schadenslagen mit teilweise terroristischem Hintergrund hat nicht nur eine einsatztaktische Veränderung erfordert, sondern auch eine Modifikation bzw. Erweiterung der Notfallausstattung. Bei derartigen Einsätzen steht vorwiegend das penetrierende Trauma im Fokus. So wurde in Bayern durch die oberste Rettungsdienstbehörde – das Bayerische Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr – eine Handlungsempfehlung für Rettungsdiensteinsätze bei besonderen Einsatzlagen (REBEL) erarbeitet und landesweit die Ausstattung aller Notfallrettungsmittel erweitert. Die folgenden 3 Kasuistiken beschreiben die Anwendung dieser REBEL-Ausstattung bei zivilen Notfällen. Sie verdeutlichen, dass die Erweiterung der Ausstattung in Kombination mit der Fortbildung aller Beteiligten – insbesondere im Bereich der Blutungskontrolle – primär auch bei nicht terroristischen Einsätzen sinnvoll eingesetzt werden kann.

Lesen Sie den vollständigen Beitrag Versorgung von Traumapatienten mit dem „REBEL“-Set.

 

Aus der Zeitschrift AINS 07/08,2018

 

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