ProMed COPD: Betroffene nehmen Einfluss auf den Verlauf der Erkrankung

In Deutschland sind etwa 6 Mio. Menschen von der Lungenkrankheit COPD betroffen. 80-90 Prozent der an COPD erkrankten Patienten sind oder waren Raucher. Eine COPD beginnt oft schleichend. Als Symptom einer Erkältung missverstanden, lassen viele Betroffene die Chance einer frühzeitigen Diagnose und Therapie ungenutzt verstreichen. Im späteren Verlauf der Erkrankung führen Exazerbationen (Verschlechterungen) häufig zur Klinikeinweisung.

Der Krankheitsverlauf
Eine COPD ist nicht heilbar, kann aber in ihrem Verlauf beeinflusst werden. Wie bei Arteriosklerose und anderen Herz-Kreislauf-Erkrankungen steht bei einer COPD die Lebensstiländerung an erster Stelle: Rauchstopp, gesunde Ernährung und mehr Bewegung im Alltag. Dies entspricht den aktuell gültigen Nationalen Versorgungsleitlinie (NVL) und den Empfehlungen der Deutschen Atemwegsliga.

Die Telemedizin unterstützt bei der Früherkennung von Exazerbationen und hilft, Krankenhauseinweisungen aufgrund von Notfallsituationen zu vermeiden. Bei Bedarf wird dem Teilnehmer ein telemetrisches Spirometer zur Verfügung gestellt. Damit misst der Teilnehmer täglich den wichtigsten Lungenfunktionswert, die sogenannte „Einsekundenkapazität (FEV1)“. Die Werte werden an AnyCare übertragen und überwacht. So kann eine Verschlechterung frühzeitig erkannt werden.

Das leistet AnyCare
Das Programm „ProMed COPD“ setzt auf die Aufklärung, Information und Unterstützung von Patienten mit COPD. Die Ziele der Betreuung sind:

  • Verminderung der Krankheitsprogression
  • Vorbeugung von Exazerbationen
  • Verbesserung der COPD-bezogenen Lebensqualität
  • Förderung der Patientencompliance durch die regelmäßige Selbstkontrolle der Werte
  • Schnelle telefonische Klärung typischer Symptomkomplexe wie Atemnot, zunehmende körperliche Belastbarkeit, Schlaf- und Konzentrationsstörungen, Husten, Infektanzeichen etc

Infektionen der Atemwege sind eine häufig auftretende Ursache von Exazerbation. Entsprechende Maßnahmen zur Prävention der Infektionen werden im Coaching geschult.