Diabetes weiter auf dem Vormarsch

Umso wichtiger ist es, gefährdete Patienten und Betroffene über das Krankheitsbild und deren Folgen umfassend zu informieren und rechtzeitig in die entsprechende Behandlung zu steuern.

Der Hintergrund
In Deutschland leiden laut IDF-Diabetes Atlas rund sieben Millionen Diabetiker an Diabetes mellitus Typ 2 . Die Zahl der Neuerkrankungen pro Jahr in der Altersgruppe 55 bis 74 Jahre wird derzeit auf 270.000 Fälle geschätzt. Damit zählt die Inzidenzrate zu einer der höchsten in Europa. Zu den wesentlichen Risikofaktoren gehören neben einer genetischen Veranlagung Bewegungsmangel, Rauchen, Fehlernährung und damit einhergehendes Übergewicht.

Die Problematik
Die Versorgungsituation in Deutschland zeigt, dass der Typ-2-Diabetes im Schnitt circa acht bis zehn Jahre zu spät diagnostiziert wird. Dies trägt erheblich zum Auftreten von Folgekomplikationen bei. Auch ökonomisch birgt dies ein erhebliches Kostenrisiko. Die Gesamtkosten für die Behandlung von Diabetes und diabetesbedingten Komplikationen liegen derzeit bei circa 20 Prozent der gesamten Leistungsausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung. Umso wichtiger ist es, gefährdete Patienten und Betroffene über das Krankheitsbild und deren Folgen umfassend zu informieren und rechtzeitig in die entsprechende Behandlung zu steuern.

Die Gegensteuerung
Viele Diabetes-Typ-2-Patienten wünschen sich eine umfassende Aufklärung über das Krankheitsbild, um ihren Lebensstil entsprechend anpassen zu können. So hat beispielsweise eine Studie von K. Eckert und M. Lange gezeigt, dass eine verhaltensorientierte Bewegungsintervention bei Typ2-Diabetikern positive Auswirkungen auf das Aktivitätsverhalten und die gesundheitsbezogene Lebensqualität hat.

Das leistet AnyCare
Die erfahrenen Fachkräfte unseres Medizinischen ServiceCenters unterstützen Diabetiker im Umgang mit der Erkrankung. Die Betreuung im Programm stützt die in der DAWN-Studie genannten Forderungen der Behandler (Ärzte, Diabetesberater etc.), das Selbstmanagement der Patienten zu fördern, und zwar in den Bereichen:

  • Bewegung
  • Bewahrung eines gesunden Gewichts
  • Ernährung
  • Eigenverantwortung
  • Blutzuckerselbstkontrolle
  • Medikamenteneinnahme nach ärztlicher Vorgabe
  • Umgang mit diabetesbedingten Emotionen

Ein zielgerichtetes Coaching und die Empathie des beschäftigten Personals ermöglichen es, die viel diskutierte asymmetrische Arzt-Patienten-Beziehung zu durchbrechen und dadurch ein persönliches Verhältnis auf Augenhöhe zu erreichen. Dies sowie das notwendige Fachwissen der Mitarbeiter und die in der elektronischen Patientenakte hinterlegten Fakten zur individuellen Historie des Teilnehmers eröffnen die Chance, das Verhalten des Versicherungsnehmers einzuschätzen und Handlungsbedarf zu identifizieren.

Erfahrungsgemäß kann so ein besseres Ergebnis in Bezug auf die Compliance erzielt werden als durch das alleinige Versenden von krankheitsspezifischen Informationsblättern. Ebenso können besonders relevante Inhalte, z. B. Rauchen, Gewichtsabnahme, bei Bedarf häufiger zur Sprache gebracht und das vermittelte Wissen im Sinne einer indirekten Leistungsabfrage besser nachgehalten werden.