Wirksames Schmerzmanagement durchbricht den Teufelskreis „Rückenschmerzen“ und reduziert Behandlungskosten

Wie kann ein Versorgungsprogramm Menschen helfen, die unter chronischen Rückenschmerzen leiden? Lesen Sie, mit welchem Betreuungsansatz wir unsere Teilnehmer unterstützen.

Der Hintergrund
Die Behandlung von Rückenschmerzen verursacht hohe Kosten im Gesundheitssystem. In den Jahren 2006-2011 stieg die Zahl der Operationen an der Wirbelsäule um 25 %.
85 % davon sind laut Auswertung einer Studie der Techniker Krankenkasse medizinisch nicht indiziert. Die Statistiken führen 25 % aller Arbeitsunfähigkeitsfälle auf eine Diagnose der Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems zurück. Nicht zu vernachlässigen sind die Kosten, die durch psychische Folgeerkrankungen entstehen: Chronische Schmerzen und psychische Störungen treten in 30 bis 50 % der Fälle gemeinsam auf.

Die Problematik
Starke Schmerzen verleiten den Patienten dazu, Schonhaltungen einzunehmen. Diese Schonhaltungen führen zu Verspannungen, die wiederum Schmerzen verursachen. Es entsteht ein Teufelskreis, in dem der Patient durch sein Verhalten den Schmerz verstärkt.

Die Gegensteuerung
Ziel einer leitliniengerechten Therapie ist es, dem Treufelskreis der Rückenschmerzen zu entkommen.

Eine medikamentöse Therapie ist in vielen Fällen das erste Mittel der Wahl. Die Medikamente lindern zeitweise die Schmerzen und führen dazu, dass Schonhaltungen aufgegeben werden.

Um langfristige Schmerzfreiheit zu erlangen, ist eine Stärkung der Rückenmuskulatur durch ein qualifiziertes Training unerlässlich. AnyCare kooperiert hier mit dem „FPZ: Deutschland den Rücken stärken GmbH“. In diesen Trainingszentren werden systematisch sogenannte Dysbalancen der Rückenmuskulatur durch gezielte Übungen ausgeglichen. Bei psychischen Ursachen der Beschwerden kann ein psychologisches Coaching wirksam sein.

Das leistet AnyCare
Die Fachkräfte des Medizinischen ServiceCenters der AnyCare GmbH unterstützen die Teilnehmer des Programms ProMed Rücken dabei, Verhaltensweisen zu ändern, um die Schmerzintensität dauerhaft zu reduzieren. Das Telefon-Coaching leistet bei der Umsetzung der leitliniengerechten Versorgung einen wichtigen und nachhaltigen Beitrag:

  • Beratung und Edukation mit dem Ziel der Rückkehr der Betroffenen zur normalen Aktivität
  • Erhebung von psychosozialen Risikofaktoren und bei Bedarf Steuerung zu einem entsprechenden Leistungserbringer
  • Unterstützung und Aufrechterhaltung der kognitiven Verhaltenstherapie
  • Motivation zur Umsetzung und Fortführung der FPZ-Therapie
  • Kompetenzaufbau bezüglich biopsychosozialer Zusammenhänge zwischen Gesundheit und Krankheit sowie Kompetenzen zum gesundheitsbewussten Verhalten
  • Motivation zur regelmäßigen Bewegung im und außerhalb des FPZ
  • Kompetenzaufbau und Motivation zu Entspannungsverfahren, wie z. B. Progressive Muskelentspannung