Ab ins Bett!

Sie sind nicht allein! Eines von drei Kindern im Alter unter fünf Jahren hat einen gestörten Nachtschlaf, eine noch höhere Anzahl mag keinen Mittagsschlaf halten (obschon sie ihn bräuchten) und man kann durchaus davon ausgehen, dass die Mehrheit der Kleinkinder überall auf der Welt beim Zubettgehen schwere Gefechte mit ihren Eltern austrägt. Auch kleine Menschen, die als Babys gut geschlafen haben, sind hier keine Ausnahme, denn während sie größer werden, kann sich auch ihr Schlafverhalten verändern. Wenn Sie also von Kleinkindern hören, die voller Freude zu Bett gehen, die ganze Nacht im eigenen Bett bleiben und morgens zu einer akzeptablen Zeit aufwachen – erholt und fröhlich, wohlgemerkt –, dann denken Sie bitte daran: Dies ist die ungewöhnliche, bemerkenswerte (und etwas sonderbare) Minderheit. (Natürlich wäre es auch möglich, dass die Mutter dieses Wunderkindes sich schämt zu gestehen, dass ihr Vierjähriger bis 10 Uhr abends Fernsehen schaut, in der Nacht zweimal wach wird und Mama oder Papa bei ihm liegen müssen, damit er wieder einschlafen kann.)

Erstellen Sie Schlafprotokolle

Zu Beginn kann es hilfreich sein, einen typischen Tag und eine typische Nacht näher zu betrachten und darauf aufbauend Schlafprotokolle zu erstellen, die das Schlafverhalten Ihres Kindes dokumentieren. Sie können zeigen, wie Ihr Kind jetzt schläft und welche Lösungsmöglichkeiten am besten zu Ihrer Situation passen könnten. Ein weiterer Vorteil dieser Protokolle liegt darin, dass sie eine Messlatte darstellen, an der Sie den Erfolg Ihres Plans ablesen können. Wenn Sie alle zwei bis vier Wochen einen neuen Satz Protokolle erstellen, werden Sie erkennen, wie sich die Schlafgewohnheiten Ihres Sprösslings verändern, und können dann, falls nötig, leichter Anpassungen vornehmen. Viele Eltern machen die Erfahrung, dass sie die Schlafgewohnheiten ihres Kindes dank solcher Tagesprotokolle (die sie im Abstand von zwei bis vier Wochen wiederholen) besser erkennen können. Dies erleichtert ihnen zu entscheiden, wo sie etwas ändern sollten und wie bereits eingeführte Änderungen wirken.


Tagschlaf-Protokoll

Das Tagschlaf-Protokoll ist nicht nur hinsichtlich der Schläfchen tagsüber von Bedeutung, denn diese haben auch großen Einfluss auf den Nachtschlaf Ihres Kindes. Sondern das Protokoll wird Ihnen auch zeigen, wie lange Ihr Schatz zum Einschlafen benötigt, wo und wie das passiert, wann und wie lange er schläft. All diese wertvollen Informationen sollten berücksichtigt werden, wenn Sie Ihren eigenen Plan erstellen.


Abend-Protokoll

Das Abend-Protokoll wird aufzeigen, ob abendliche Aktivitäten Ihr Kind aufs Zubettgehen vorbereiten oder es daran hindern, oder aber es so weit beruhigen, dass es friedlich einschlafen kann. Hier brauchen Sie nichts weiter zu tun, als aufzuschreiben, was Ihr Kleines in den zwei Stunden vor dem Zubettgehen (bis es tatsächlich eingeschlafen ist) macht und in welchem Umfeld es sich dabei befindet.


Nacht-Protokoll

Das Nacht-Protokoll macht deutlich, wie oft Ihr Kind wach wird, was Sie tun, wenn es wach wird, wie lange es wach ist und wie lange es zwischen Wachwerden und Wachwerden schläft. (Am einfachsten ist es, wenn Sie sich einen Bleistift griffbereit neben das Bett legen und die Angaben in der Nacht auf ein Blatt kritzeln, das Sie am nächsten Morgen dann ins Protokoll übertragen können.) Alle drei Protokolle werden Sie zu optimalen individuellen Lösungen führen und Ihnen dabei helfen, Ihren Fortschritt zu beobachten. Haben Sie die Tagschlaf-, Abend- und Nacht-Protokolle erstellt, können Sie anschließend anhand der Fragebögen zu den Schlafgewohnheiten und zur Schlafsituation Ihres Kindes schon sehr gut erkennen, wie Sie den Schlaf Ihres Kindes verbessern können.

Entwickeln Sie einen individuellen Schlafplan

Zur Vorbereitung des ganz individuellen Schlafplans für Ihr Kind macht es Sinn, dass Sie vorab einige Notizen zu Ihren Wünschen und Zielen festhalten. So wissen Sie, worauf Sie hinarbeiten und können nach der Umsetzung des Schlafplans Ihre Erfolge sehr gut messen. Dann kann es mit der Erstellung des individuellen Schlafplans losgehen!. Sollten Sie trotz Schlafplan, gewissenhafter Umsetzung und guter Vorsätze keine Verbesserungen feststellen, ist das kein Grund zu verzweifeln! Die Vergleichsanalyse hilft Ihnen dabei, mögliche Ursachen zu entlarven. 

Die Erfolgsstorys machen Mut!

»Samuel schläft jetzt ganz alleine ein. Als ich heute sagte: »Es ist Schlafenszeit«, holte er ein Buch, kletterte in sein Bett, kuschelte sich in seine Decke und meinte: »Lesen«. Wir lasen eine Geschichte, dann meinte ich, es sei nun Zeit zum Einschlafen. Fünf Minuten später war er eingeschlafen. Er schläft von 18:30 Uhr bis 5:30 Uhr in der Früh, trinkt dann kurz und schläft gleich weiter. Gar nicht übel für einen kleinen Mann, der sonst alle 2 Stunden wach wurde!« (Jenn)

 

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