Der Weg zum Gemüseesser: Strategie 1

Untermogeln

Hier wird gemogelt, aber eigentlich nicht schlimm. Ihr Job ist etwas, das groß, auffällig und ungeliebt ist, klitzeklein zu machen – wie Sie das anstellen, muss und soll Ihrem Kind nicht verraten werden. Ob das Gemüse nun in großen Stücken in der Sauce verschwindet oder sich zu einem Brei vermischt, ist doch ganz egal. Also ab an den Pürierstab. Und da ich von Mogeln grundsätzlich nicht viel halte, können Sie Ihr Kind, wenn es denn erstmal die Mogel-Saucen, -Suppen und –Muffins lieb gewonnen hat, ruhig auch mal mitmachen und selbst aufs Pürierstab- Knöpfchen drücken lassen.      

Der geht immer: selbstgemachter Ketchup

Komisch, es gibt doch wirklich Kinder, die sich strikt weigern, frische Tomaten, Tomatensauce oder gar Tomatensuppe zu essen. Stellt man diesen Kindern jedoch eine Flasche Ketchup auf den Tisch, wird dieser meist in riesigen Seen auf dem Teller verteilt und alles andere, das auf dem Teller liegt, bevor es im Mund verschwindet, darin ertränkt. Und das nützen Sie nun bitte aus: Kochen Sie selbst Ketchup. Der schmeckt fast genauso, enthält nicht so viel Zucker, es stecken ein paar mehr Vitamine drin als im gekauften und außerdem hält er sich in einer geschlossenen Flasche bis zu einer Woche im Kühlschrank.   


Schnell gemacht und gut  

  • 500 g passierte Tomaten
  • 2 EL Akazienhonig
  • 1 EL Sojasauce
  • 100 ml frisch gepresster Orangensaft
  • 1 EL Tomatenmark

aufkochen. Mit wenig Salz und Pfeffer abschmecken, abkühlen lassen und – am besten – in eine heiß ausgespülte Ketchupflasche umfüllen. Sobald Ihr Kind den Ketchup gerne isst, können Sie ihm vorschlagen, auch mal Ketchup selbst zu machen – wetten, es schmeckt nun keinen Unterschied mehr und wird Ihnen Ihre Abfüllmogelei fast nicht glauben?!

Quelle

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