Obst und Gemüse

  • Obst und Gemüse ©Daniela Sonntag, München

    Kann man das essen?

     
  • Anja Fleischhauer

    Wir sind ja heutzutage zum Glück davon abgekommen, Kinder dazu zu zwingen, ihren Teller leer zu essen. Gleichzeitig wird Eltern schnell das Gefühl vermittelt, einen „picky Eater“ heranzuzüchten, wenn der Nachwuchs keinen Grünkohl mag. Das ist doch nicht schlimm. Wenn es bei uns etwas gibt, das Polly noch nie gegessen hat, dann immer in Kombination mit etwas, von dem wir wissen, dass sie es grundsätzlich isst. Polly ist in ihren experimentierfreudigen Phasen neugierig, probiert, akzeptiert oder schüttelt sich und sortiert das, was sie nicht mag, wieder aus.Wie bei unserem Ofengemüse. Und genauso funktioniert eine Gewöhnung. Bis zu 15-mal müssen Kinder mitunter einzelne Lebensmittel probieren, bis sie sie mögen.

    Aber: Angeborene Abneigungen muss man als Eltern einfach akzeptieren.

    Gemüse immer wieder anbieten

    Polly mochte z. B. keine Kartoffeln – bis sie etwa 1 ½ Jahre alt war. Hinzu kommt, dass Kinder – meist im Laufe des zweiten Lebensjahres – sowieso wählerischer werden. Es war auch für uns ganz neu, als Polly plötzlich manche Gemüsesorten nicht mehr mochte, die sie bis dahin aber immer gerne gegessen hatte. Wenn man die ablehnende Haltung eher als Phase betrachtet – und das ist sie! –, neigt man als Eltern auch nicht dazu, Gemüsesorten für immer vom Tisch zu verbannen. In der Vergangenheit kam es z. B. vor, dass Polly ein paar Mal hintereinander Blumenkohl abgelehnt hatte, obwohl sie ihn als Einjährige liebte. Weil ich aber gerade ein Kochbuch-Manuskript mit lauter wunderbaren nordafrikanischen und israelischen Rezepten zum Lektorieren in der Pipeline hatte, gab es aus diesem Buch bei uns ziemlich häufig im Ofen gebackenen Blumenkohl mit kalter Zitrus-Tahina-Sauce. Polly mochte ihn nicht. Weil der Blumenkohl aber so köstlich ist, kommt er bei uns regelmäßig auf den Tisch, und langsam kann man bei Polly eine Annäherung beobachten. Ihr Widerstand wird von Mal zu Mal geringer. Sie bekommt alternativ, wenn wir den Tahina-Blumenkohl essen, ein bisschen rohe Paprika, Tomaten oder Gurken und möchte je nach Laune auch etwas von unserem Essen probieren.

  • Elizabeth Pantley

    Obst und Gemüse sollten Sie so viel wie möglich essen, da diese Nahrungsgruppen bemerkenswert viele Vitamine und Mineralstoffe enthalten. Obst und Gemüse werden nur langsam verdaut. Deshalb kommt es zwischen den einzelnen Mahlzeiten nicht zu so starken Schwankungen des Blutzuckerspiegels und damit nicht zu Heißhungerattacken.

    Obst und Gemüse sind die beste natürliche Ballaststoffquelle und sorgen dafür, dass der Verdauungstrakt Ihres Kindes optimal arbeitet. Ballaststoffe sind eine wichtige Vorbeugung gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Krebs. Obst und Gemüse senken außerdem das Schlaganfall- und Osteoporose-Risiko. Eine ballaststoffreiche Ernährung beugt Übergewicht und Verstopfung vor und gibt dem Kind Energie. Im Übrigen wird auch das Sauberwerden erleichtert, denn eine ballaststoffreiche Ernährung regt die Darmtätigkeit an, beugt Verstopfung vor und führt zu einem regelmäßigen Stuhlgang, den das Kind leichter kontrollieren kann. Harter Stuhlgang verursacht oft Schmerzen, das Kind hat Angst vor dem Toilettengang, hält den Stuhl noch länger zurück – ein Teufelskreis beginnt.

    Auch in Sachen Obst und Gemüse werden die Essgewohnheiten in jungen Jahren geprägt. Neue Studien haben ergeben, dass Kinder, die schon früh Obst und Gemüse essen und diese Essgewohnheit beibehalten, später weniger häufig unter Herz-, Blut- und Arterienerkrankungen leiden.

Quelle

Kochen für Polly
Anja Fleischhauer, Markus EcksteinKochen für Polly

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