Die 10 besten Orange Rhino-Wahrheiten zum Thema Schreien

Autorin Sheila McCraith verrät Ihnen zehn wertvolle Tipps, wenn Sie schnell einige ermutigende Worte und hilfreiche Ideen brauchen.

1. Schreien bringt nichts. Oft macht es alles sogar noch schlimmer. L.O.V.E. – listen (zuhören), observe (beobachten), verify (nachfragen) und emphatize (sich in die Lage des Anderen versetzen) – funktioniert viel besser. Ich kann meinen Kindern auf diese Weise helfen, sich zu beruhigen, zu konzentrieren und aus einer guten Position und keiner nachtragenden Du-hast-mir-Angst-gemacht-und-jetzt-mag-ich-dich-nicht-mehr-Position zuzuhören. Nicht wenn ich schreie, sondern wenn ich voller L.O.V.E. bin, hören meine Kinder, was ich zu sagen habe und ihnen beibringen möchte.


2. Ich kann nicht immer kontrollieren, wie meine Kinder sich verhalten, aber ich kann mein Verhalten kontrollieren. Ich kann entscheiden, ob ich schreie oder nicht, ob ich aus der Situation gehe und kurz durchschnaufe oder ob ich rumschreie und Herzen breche.


3. Oft liegt es an mir, nicht an meinen Kindern. Selbsterkenntnis ist ernüchternd, aber erhellend. Ohne sie hätte ich die Challenge vermutlich nicht geschafft. Jeden Tag wage ich den Blick tief in mich hinein und frage mich: „Warum schreie ich wirklich?“, wenn ich in den alten Trott verfalle. Die Antwort hilft mir da oft wieder heraus.


4. Es ist nicht egoistisch, wenn ich mich um mich selbst kümmere und mir „Zeit für mich“ nehme, sondern überlebenswichtig. Wenn es mir gut gehen soll, damit ich mein Schreien leichter im Griff habe, muss ich mich um mich selbst kümmern. Punkt. Und wenn ich Hilfe brauche, um mir etwas Zeit für mich zu organisieren, muss ich darum bitten und sollte mich nicht schämen.


5. Positive Gedanken, Taten und Aussagen ziehen positives Verhalten nach sich. Negatives Verhalten zieht nur noch mehr Negatives an. Das trifft sowohl auf das Verhältnis zu meinen Kindern als auch zu mir selbst zu!


6. In der Erziehung geht es nicht um Perfektion, sondern um Fortschritt. Fehler gehören dazu. Viel wichtiger als die Fehler ist aber, wie ich danach reagiere. Ich verzeihe mir selbst, entschuldige mich bei meinen Kindern und versuche daraus zu lernen, um Fortschritte zu machen. Sonst würde ich in altes Schreiverhalten verfallen.


7. Es ist wichtig, meine körperlichen Warnzeichen zu kennen, die einem Schrei vorausgehen! Schwitzige Hände, Herzrasen, Zuckungen am Körper, eine lautere Stimme – all das sagt mir, dass ich kurz davor bin auszuflippen. Ich muss auf diese Anzeichen achten!


8. Die Perspektive macht’s! Wenn Kleinigkeiten mich nerven, und erst recht bei großen Sachen, nehme ich eine andere Perspektive ein, um mich zu erden. „Wenigstens“ ist da sehr hilfreich. „Es ist nur etwas verschüttete Milch, wenigstens war es nicht die ganze Kanne.“


9. Auch Kinder sind Menschen. Kinder haben Gefühle, wie ich. Ich will nicht angeschrien werden, Kinder auch nicht. Ich lerne immer dazu, meine Kinder auch. Wenn ich mich in die Lage meiner Kinder versetze, hilft es mir dabei, sie so zu behandeln, wie ich selbst gern behandelt werden möchte.


10. Wenn ich nicht schreie, passieren schöne Dinge. Zum Beispiel extra Umarmungen, spontane „Ich hab dich lieb“-Bekundungen oder besondere Gespräche.

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