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  • Was ist der Unterschied zwischen Brutto- und Nettoprimärproduktion?

    Die Bruttoprimärproduktion beinhaltet die Menge an organischer Substanz, die durch die Photosynthese gebildet wird. Die Nettoprimärproduktion quantifiziert die aufgebaute organische Biomasse nach Verlust durch Respiration und Wärme.

  • Was versteht man unter Resistenz und Elastizität einer Lebensgemeinschaft als Reaktion auf eine Störung?

    Wenn die Artenzusammensetzung und die Populationsdichten einer Lebensgemeinschaft trotz Störung unverändert bleiben, spricht man von Resistenz. Dagegen charakterisiert Elastizität eine Reaktion, bei der sich die Struktur der Biozönose nach äußeren Störungen zunächst verändert, dann aber nach einer gewissen Zeit wieder in den Ausgangszustand zurück schwingt. Das Arteninventar bleibt gleich und die Populationsdichten der Arten weisen Oszillationen auf, die nach einer Dämpfungsphase wieder in die konstanten Gleichgewichtsdichten zurückkehren.

  • Was versteht man unter intrinsischer Stabilität von Lebensgemeinschaften?

    Intrinsisch stabile Lebensgemeinschaften sind zeitlich konstant und die biozönotische Struktur bleibt weitestgehend unverändert. Oft gilt dies für stabile Klimaxstadien der Sukzession wie Altersbestände von Wäldern oder Korallenriffe, solange äußere Störungen nicht zu einem Zerfallsstadium führen.

  • Was ist der Verlinkungsgrad (engl.: connectance) eines Nahrungsnetzes?

    Der Verlinkungsgrad beschreibt das Verhältnis zwischen der real existierenden Anzahl der Links (L) und der theoretisch maximal möglichen Anzahl an Links. In einem maximal verlinkten Nahrungsnetz konsumiert jede Art alle anderen Arten - einschließlich sich selbst. Deshalb kann die maximale Anzahl an Links als die quadrierte Artenzahl ausgedrückt werden (S²), und der Verlinkungsgrad eines Nahrungsnetzes wird als Verhältnis der realen Anzahl der Links zur quadrierten Artenzahl ausgedrückt: C = L/S².

  • Was ist der Unterschied zwischen phytotrophen und saprotrophen Nahrungsketten?

    Je nach Typ der Basalart spricht man von phytotrophen Nahrungsketten (Pflanzen als Basalarten) und saprotrophen Nahrungsketten (Detritus als Basalart).

  • Was versteht man unter Biokomplexität?

    Biokomplexität beschreibt die Interaktionsstruktur von Biozönosen, in denen die Arten durch Interaktionen wie Konsum, Konkurrenz und Mutualismus miteinander vernetzt sind. Die Komplexität von Nahrungsnetzen wird durch die Zahl der Links, die Zahl der Links pro Art oder den Verlinkungsgrad beschrieben.

  • Wie erklärt die Inseltheorie unterschiedliche Artenzahlen auf Inseln?

    Nach der Inseltheorie beruht die Artenanzahl auf einer Insel (oder Biotopinsel) auf einem Gleichgewicht zwischen Aussterbe- und Immigrationsrate. Immigrations- und Aussterberaten hängen von der Flächengröße der Insel (Arealeffekt) und von der Entfernung der Insel zum Festland (Isolationseffekt) ab. Große Inseln bieten mehr Raum für einwandernde Arten als kleine Inseln, die Immigrationsrate sinkt mit der Anzahl bereits vorhandener Arten. Wegen knapper Ressourcen sterben auf kleinen Inseln die Arten eher aus als auf größeren Inseln, die Aussterberate steigt außerdem mit der Artenanzahl. Inseln in Festlandsnähe sind leichter erreichbar, die Immigrationsrate naher Inseln ist also höher als bei fernen Inseln, sie sinkt mit der Anzahl bereits vorhandener Arten. Die Aussterberate ist dagegen unabhängig von der Isolation einer Insel, sie steigt mit der Artenanzahl. Große Inseln in Festlandnähe können eine besonders hohe Artenanzahl erreichen; kleine, isolierte Inseln sind dagegen artenarm.

  • Welche Komponenten der Artenvielfalt werden durch die ?-, ?- und ?-Diversität beschrieben.

    Die ?-Diversität beschreibt die Artenvielfalt von lokalen Lebensgemeinschaften (z.B. ein einzelner See oder eine Wiese). Die ?-Diversität quantifiziert die Unterschiedlichkeit der Artenzusammensetzung von lokalen Lebensgemeinschaften. Die ?-Diversität beschreibt die Artenvielfalt auf der Ebene von Landschaften (z.B. einer Seenkette) und integriert dadurch Aspekte der ?- und der ?-Diversität.

  • Welches sind die charakteristischen Stadien der Sukzession?

    Bei der Sukzession werden das Initial-, das Folge-, das Reife- und das Zerfallsstadium unterschieden.

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Katharina Munk, Ulrich Brose, Inge Kronberg, Bernhard Misof, Gunvor Pohl-ApelTaschenlehrbuch Biologie: Ökologie, Biodiversität, Evolution

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