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Gerätegestützte Neurorehabilitation – was wird die Zukunft bringen?

Zusammenfassung

Trotz aller Fortschritte in der Grundlagenforschung ist davon auszugehen, dass eine Querschnittlähmung auch in Zukunft nicht vollständig heilbar sein wird. Daher kommt auch zukünftig der Rehabilitation der Betroffenen eine entscheidende Bedeutung zu. Zur Effektivitätssteigerung von restaurativen Therapiemaßnahmen stehen inzwischen Geräte mit unterschiedlicher Komplexität zur Verfügung. Ein vollständiger Funktionsausfall kann speziell bei Hochgelähmten nur durch aufwendige technische Systeme kompensiert werden. In diesem Übersichtsartikel sollen aktuelle technologische Entwicklungen vorgestellt und deren Möglichkeiten für die Rehabilitation von Querschnittgelähmten aufgezeigt werden.

 

Querschnittlähmung im Wandel

In den letzten zwei Jahrzehnten hat sich der typische Querschnittpatient erheblich gewandelt. Während der Anteil der Männer mit ⅔ am Gesamtkollektiv in etwa gleich geblieben ist, so hat sich der Anteil der Patienten mit Tetraplegie kontinuierlich erhöht. Aktuell sind mit 55 % mehr als die Hälfte der 1800 jährlich neu in Deutschland hinzukommenden Querschnittgelähmten nicht nur von Ausfällen der unteren, sondern auch der oberen Extremitäten betroffen.

Weiterhin hat eine deutliche Verschiebung hin zu mehr inkompletten Lähmungen stattgefunden, die inzwischen mit 70 % die Mehrheit am Gesamtkollektiv ausmachen. Dieser Trend ist u. a. auf erhöhte Sicherheitsmaßnahmen im Verkehr und am Arbeitsplatz zurückzuführen, aber vor allem auch durch eine starke Zunahme von nichttraumatischen Lähmungsursachen bedingt. Hierzu zählen Entzündungen, Tumoren oder degenerative Veränderungen der Wirbelsäule, die bei frühzeitiger operativer bzw. medikamentöser Intervention in der Regel nicht zu einer vollständigen Schädigung des Rückenmarks führen. Mittlerweile hat jede zweite Rückenmarkverletzung eine nichttraumatische Ursache, was generell zu einem Anstieg des mittleren Patientenalters geführt hat.

Während sich das neurologische Niveau bei tetraplegischen Patienten überwiegend auf Höhe des vierten oder fünften Halsmarksegments befindet, stellt der thorakolumbale Übergang die häufigste Läsionshöhe (erhaltene Rumpfstabilität, aber ausgefallene Beinfunktion) bei paraplegischen Patienten dar.

Bei einem neurologischen Niveau von C5 sind Schulterfunktion und Ellenbogenbeugung in der Regel erhalten, allerdings fehlen relevante Hand- und Fingerbewegungen. Bei einer Läsion auf Höhe von C4 fehlt zusätzlich die Ellenbogenbeugung. Vor allem die Wiederherstellung einer ausgefallenen Greiffunktion besitzt höchste Priorität in der Rehabilitation der Betroffenen, da diese mit dem größten Verlust an Autonomie und Lebensqualität einhergeht.

Lesen Sie hier den vollständigen Artikel Gerätegestützte Neurorehabilitation – was wird die Zukunft bringen?

R. Rupp

Aus der Zeitschrift neuroreha 3/16

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