• Teilarthrodese

     

Postoperative Behandlung einer mediokarpalen Teilarthrodese

Nach einer Handgelenksverletzung kann eine Teilversteifung nötig werden, wenn Beschwerden durch arthrotische Prozesse zunehmen und bewegungserhaltende Operationsmethoden nicht mehr möglich sind. Handtherapeut Ingmar Vander stellt die postoperative Behandlung eines Klienten mit mediokarpaler Teilarthrodese bis zum Abschluss der 14. Woche vor und beschreibt, wie es seinem Klienten gelungen ist, durch interdisziplinäre Zusammenarbeit von Therapeuten und Ärzten wieder am Leben teilzunehmen.

Betätigung ist aus ergotherapeutischer Betrachtungsweise für den Menschen die wichtigste Kernkompetenz eines selbstverwirklichten Lebens. Durch individuelle, sinnvolle Handlungen in den Bereichen des täglichen Lebens erfährt der Mensch körperliche und mentale Gesundheit. Im Umkehrschluss kann eine Beeinträchtigung der Gesundheit negative Auswirkungen auf unser selbstbestimmtes Handeln nehmen. Wie kann ein Mensch, der sich einer bewegungslimitierenden Handgelenksoperation unterziehen musste, die Teilhabe am Leben wiedererlangen?

Der Klient

Karl B. ist 59 Jahre alt und seit vielen Jahren als Schuhmacheraltgeselle tätig. In seiner Freizeit betreibt er intensives Fitnesstraining und unternimmt viele Angelausflüge. Seit ca. eineinhalb Jahren hat er zusätzlich das Bogenschießen für sich entdeckt. Neben regelmäßigen Fahrradtouren bewältigt er auch im Alltag alle Wege mit dem Fahrrad. All dies ist seit Anfang Januar 2019 nicht mehr möglich. Er hatte einen folgenschweren Fahrradunfall, der sein bisheriges Leben veränderte.

Während einer Fahrradtour stürzte er und fing sich reflexartig mit beiden Armen ab. In der darauffolgenden handchirurgischen Untersuchung im Krankenhaus zweieinhalb Wochen später konnten Frakturen ausgeschlossen werden. Allerdings zeigte das Röntgenbild eine hochgradige Arthrose zwischen dem Os scaphoideum, Os trapezium und dem Os trapezoideum (STT-Gelenk) und der Verdacht auf eine Läsion des skapholunären Bandes (SL-Band) verhärtete sich. Durch eine Arthroskopie Ende Januar wurde diese Diagnose gesichert. Das SL-Band war komplett rupturiert und die Anteile in einem zu schlechten, aufgefaserten Zustand, um sie durch eine Naht chirurgisch rekonstruieren zu können. Ein plastisches Verfahren konnte aufgrund der stark arthrotischen Prozesse und deren degenerativen Auswirkungen auf die Knochensubstanz ebenfalls nicht angewandt werden. Da er in seinem Beruf voll belastbar sein muss und ohne Operation von weiterer Verschlechterung auszugehen war, rieten ihm die Chirurgen zu einer mediokarpalen Teilarthrodese.

Lesen Sie den gesamten Beitrag hier: Postoperative Behandlung einer mediokarpalen Teilarthrodese

Aus der Zeitschrift: Praxis Handreha 01/2020

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