• Interprofessionelle Primärversorgung

    Vertrauen, Verstehen und Zusammenarbeiten: Diese drei Schlüsselelemente helfen Ergotherapeuten dabei, ihren Platz in einem interprofessionellen Team zu festigen.

     

Ergotherapie erfolgreich integrieren

INTERPROFESSIONELLE PRIMÄRVERSORGUNG

Drei Schlüsselelemente helfen Ergotherapeuten dabei, ihren Platz in einem interprofessionellen Team zu festigen: Vertrauen, Verstehen und Zusammenarbeiten. Zu diesem Ergebnis kam ein Forschungsteam um die Ergotherapeutin Catherine Donnelly an der Fakultät für Ge-sundheitswissenschaften der Queen’s University in Kingston, Kanada.

Das Ziel der Forscher war es, herauszufinden, welche Strukturen und Prozesse die Integration der Ergotherapie unterstützen. Dazu führ-ten sie Fallstudien in vier interprofessionellen Teams der Primärver-sorgung durch. Sie kombinierten das Interviewverfahren mit einer schriftlichen Befragung und einer Dokumentenanalyse. Dabei bezo-gen sie Ergotherapeuten, Ärzte, Sozialarbeiter, Ernährungsberater, Pflegende sowie den verantwortlichen Direktor und den leitenden Arzt in die Studie ein. Sie befragten die Teammitglieder nach ihren Rollen, räumlichen Gegebenheiten, der Zusammenarbeit im Team und der Kooperation mit Gemeinden. Den Ergebnissen zufolge können sich Ergotherapeuten erfolgreich in ein Team integrieren, wenn sie den anderen Berufsgruppen ihre professionelle Rolle verdeutlichen. Außerdem stoßen sie auf größere Akzeptanz, wenn sie einen Arzt als Fürsprecher gewinnen oder sich zusätzlich in Lehre und Forschung engagieren. Eine Kultur der Zusammenarbeit erleichtert es Ergotherapeuten ebenso, sich effektiv in ein Team einzubringen. Hilfreich sind hier interdisziplinäre Programme, in denen jede Berufsgruppe bestimmte Aufgaben erfüllt. Zudem können Ergotherapeuten ihr eigenes Rollenverständnis stärken, indem sie sich mit Berufskollegen innerhalb und außerhalb des interdisziplinären Teams austauschen. Vertrauen stellt ein weiteres Schlüsselelement dar, das den Integrationsprozess unterstützt. Elektronische Patientenakten helfen den Teammitgliedern dabei, effektiv miteinander zu kommunizieren. Eine Zusammenarbeit vor Ort und regelmäßige Teamsitzungen bieten ihnen zudem die Möglichkeit, sich persönlich kennenzu­lernen und miteinander zu interagieren.

Aus Sicht der Forscher können bestimmte Strukturen und Strategien Ergotherapeuten darin unterstützen, einen festen Platz im interdisziplinären Team zu finden. Dazu sollten sie ihre professionelle Rolle verdeutlichen, ärztliche Fürsprecher gewinnen, sich in Lehre oder Forschung engagieren und konstruktiv mit verschiedenen Berufsgruppen zusammenarbeiten.

BMC Family Practice 2013; doi:10.1186/1471-2296-14-60

 

 

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