• Armrehabilitation

     

Evidenzbasierte Armrehabilitation nach Schlaganfall – ein Überblick

Führt bei Patienten mit einer Armparese nach Schlaganfall die rehabilitative Therapie in unterschiedlicher „Dosierung“ oder bei unterschiedlichen Inhalten zu einer Reduktion der Parese, einer Verbesserung der aktiven Bewegungsfähigkeit und Kraft sowie der Armaktivitäten? Dieser Frage geht der folgende Artikel nach.

Es gibt eine Vielzahl von Behandlungsmöglichkeiten, die bei einer Armparese nach Schlaganfall eingesetzt werden können. Neben den Inhalten der Therapie spielen für die klinische Entscheidung auch weitere Aspekte wie etwa Organisationsformen und „Dosierung“ eine wichtige Rolle.

Im vorliegenden Artikel sollen Schlussfolgerungen für die klinische Praxis im Überblick dargestellt werden, die sich aus dem aktuellen Wissen über die klinische Wirksamkeit ergeben. Der Artikel stützt sich auf die Evidenzbasierung der S3-Leitlinie „Rehabilitative Therapie bei Armparese nach Schlaganfall“, die fachgesellschaftsübergreifend unter Federführung der Deutschen Gesellschaft für Neurorehabilitation, DGNR, erstellt wurde und die folgende Frage thematisiert: Führt bei Patienten mit einem Schlaganfall und einer Armparese die rehabilitative Therapie (z. B. Physiotherapie, Ergotherapie, Akupunktur, Elektrostimulation, roboterassistierte Therapie, Biofeedback-Therapie, Medikation) in unterschiedlicher „Dosierung“ (z. B. unterschiedliche Therapiedauer) oder bei unterschiedlichen Inhalten zu einer (differenten) Reduktion der Parese, einer Verbesserung der aktiven Bewegungsfähigkeit und Kraft sowie der Armaktivitäten?

Studien Die Evidenz aus randomisierten kontrollierten Studien (RKS) ist die klinisch-wissenschaftliche Information, die am ehesten valide Bewertungen ermöglicht. Systematische Reviews (SR) fassen die Datenlage aus den aktuell vorliegenden RKS zusammen und können über Metaanalysen, die die Wirksamkeit über Studien hinweg statistisch analysieren, den aktuellen Stand der Wissenschaft bezüglich der Therapieeffekte und ihrer Stärke ermitteln.

Leitlinien Entsprechend hat die Leitlinie (LL) systematisch RKS und SR gesucht, kritisch gewürdigt und aus der Evidenz Empfehlungen für die klinische Praxis abgeleitet. Die LL ist kurz vor ihrer Fertigstellung; ihre Veröffentlichung bei der Arbeitsgemeinschaft wissenschaftlich medizinischer Fachgesellschaften, AWMF, wird in Bälde erwartet (www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/080–001.html). Insgesamt umfasst die Leitlinie mehr als 270 Seiten. Die Wiedergabe ihres Inhalts ist entsprechend nicht ansatzweise möglich. Es soll der Versuch unternommen werden, wesentliche Aspekte für die klinische Praxis, die sich aus der Evidenz ableiten lassen, zusammenzufassen. Die hier dargestellten Schlussfolgerungen für die Praxis stellen jedoch nicht die formell konsentierten Empfehlungen der Leitlinie dar. Den Lesern wird empfohlen, sich anhand des Originaltextes der Leitlinie breiter und näher zu informieren und der Leitlinie selbst die konkreten Empfehlungen zu entnehmen.

 

Lesen Sie den vollständigen Beitrag hier Evidenzbasierte Armrehabilitation nach Schlaganfall – ein Überblick

Aus der Zeitschrift neuroreha 02/2020

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