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Foto-Interview – „Das möchte ich verbessern“

Das Foto-Interview unterstützt Ergotherapeuten und Pädagogen darin, Alltagsziele mit Kindern zu definieren und umzusetzen. Bei dieser lösungsfokussierten und ressourcenorientierten Intervention entscheidet das Kind, was es genau verändern, lernen oder erreichen möchte.

In der ersten Therapiesitzung definiert die Ergotherapeutin mit dem Kind drei Ziele. Dafür wählt sie vor der Sitzung mindestens 50 relevante Fotos für das Kind aus. Es sollten Aktivitäten enthalten sein, die das Kind mit großer Wahrscheinlichkeit gut ausführen kann, aber auch Aktivitäten, die das Kind aufgrund der Information der Erstanmeldung/Anamnese wahrscheinlich nicht gut ausüben kann.

Die Therapeutin legt zuerst die Ja-Karte und die Nein-Karte auf den Tisch: „Ja. Das möchte ich gerne verbessern oder lernen“ und „Nein. Das kann ich schon. Das brauche ich nicht zu lernen oder verbessern“. Die Formulierungen sind bewusst so gewählt, dass das Kind „Ja“ mit etwas verbindet, das es lernen möchte. Dann erklärt die Therapeutin dem Kind, dass sie herausfinden will, was seine Ziele sind. Sie betont, dass sie nicht an den Zielen von Eltern, Lehrern oder Therapeuten interessiert ist, sondern dass es allein um die Ziele des Kindes geht und dass es selbst Experte für sein eigenes Lernen und Leben ist.

Das Kind bekommt die Aufgabe, jede Bildkarte entweder auf den Ja- oder den Nein-Stapel zu legen. Bei einem Zweifel ist es auch möglich, Bildkarten in die Mitte der Stapel zu legen. Die Eltern dürfen als stille Beobachter im Hintergrund sein. Sie bekommen die Aufgabe, genau zuzuhören, was ihr Kind wählt. Die Therapeutin gibt dem Kind eine Karte in die Hand. Sie fragt, wohin es diese legen möchte und was es in ihr sieht. Meist legen Kinder mehr Karten auf den Stapel: „Nein. Das kann das schon“ und sind erstaunt und stolz, dass sie schon so viele Aktivitäten ausführen können.

Anschließend kommt die „Haben wir noch etwas vergessen?“-Karte zum Einsatz. Denn manchmal nennen Kinder Ziele, die nicht auf den Karten vermerkt sind, zum Beispiel „einer Geschichte aufmerksam zuhören“. Dann darf das Kind dieses Ziel auf ein Blatt Papier malen und hinzufügen.

Im nächsten Schritt wählt das Kind drei Ziele aus dem „Ja. Das möchte ich lernen“-Stapel aus. Damit endet die erste Sitzung und auch die Zielsetzung.

 Lesen Sie den gesamten Beitrag hier Foto-Interview – „Das möchte ich verbessern“

Aus der Zeitschrift ergopraxis 01/2018

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