• Intervention bei psychischen Erkrankungen

     

Intervention bei psychischen Erkrankungen

Wie können Ergotherapeuten Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen motivieren, wieder aktiv zu werden und Veränderungen auch wirklich anzugehen? Andreas Pfeiffer ist einer der Autoren, die ein dafür etabliertes kanadisches Therapieprogramm für deutsche Ergotherapeuten zugänglich machten. Ein Einblick.

Lernziele

  • Sie lernen das Programm „Handeln gegen Trägheit“ kennen.
  • Sie können aufzeigen, was ein Recovery-orientiertes Verfahren ist.
  • Sie können die sechs Prozessschritte von „Handeln gegen Trägheit“ erläutern.

Ergotherapeuten, die in der psychiatrischen Versorgung tätig sind, erleben derzeit starke Veränderungen: Einerseits sollen Klienten Therapieangebote erhalten, die sie wirklich weiterbringen, also effektiv sind. Andererseits soll man diese Angebote schnell und mit möglichst geringem materiellen, finanziellen und zeitlichen Aufwand umsetzen. Das erfordert evidenzbasierte therapeutische Angebote, deren Wirksamkeit also durch Studien belegbar ist. Um Ergotherapie in solchen Wirksamkeitsstudien zu überprüfen, benötigen wir systematisierte und klar beschriebene Therapieinhalte.

Eine weltweite Recherche aus dem Jahr 2014 zeigte, dass in der psychiatrischen Ergotherapie nur eine einzige Intervention diesen Bedingungen entsprach: die kanadische Intervention „Action over Inertia“ – entwickelt im Jahr 2010 von einem Team um die kanadische Ergotherapeutin Prof. Dr. Terry Krupa.

Betätigung im Mittelpunkt
„Action over Inertia“ erfüllt nicht nur erste Ansätze einer Evidenzbasierung, sondern ist zudem klientenzentiert und betätigungsorientiert. Die kanadischen Autoren entwickelten die Intervention für Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen, da diese am wenigsten von Gesundheitsförderungsangeboten erreicht werden. Dabei gingen die Autoren bei der Entwicklung von „Action over Inertia“ von vier Grundannahmen aus:

  • Betätigung ermöglicht Gesundheit und Wohlbefinden.
  • Ergotherapie verfügt über Methoden, die Betätigung fördern – diese sind aber bisher wenig systematisiert.
  • Ergotherapie verfügt über einen besonderen Blick und die Kompetenzbasis, die Beteiligung an Betätigung zu ermöglichen.

Interventionen, die Menschen mit psychischen Erkrankungen eine Beteiligung an Betätigung ermöglichen, sollten berufsgruppenübergreifend angeboten werden.

Ein Recovery-orientierter Ansatz
Bei der Intervention handelt es sich um ein Recovery-orientiertes Verfahren (RECOVERY). Das heißt, das Ziel ist nicht die Gesundung im Sinne der maximalen Symptomreduktion, sondern ein selbstbestimmtes Leben. Auch bei krankheitsbedingten Einschränkungen soll dabei eine möglichst hohe Lebensqualität erreicht werden.

Lesen Sie hier den gesamten Beitrag: Handeln gegen Trägheit – Handeln ermöglichen – Trägheit überwinden

Aus der Zeitschrift ergopraxis 03/2018

Call to Action Icon
ergopraxis kostenlos testen... ...und ausführlich kennenlernen!

Newsletter Ergotherapie

  • Jetzt Newsletter abonnieren und Poster zur ICF sichern!

    Jetzt kostenlos anmelden

    Melden Sie sich jetzt kostenlos zum Newsletter an und verpassen Sie keine Neuigkeiten mehr! Als Dankeschön erhalten Sie kostenlos das Poster zur ICF.

Quelle

ergopraxis
ergopraxis

EUR [D] 56,00Zur ProduktseiteInkl. gesetzl. MwSt.

Buchtipps

Prävention und Gesundheitsförderung - Aufgaben der Ergotherapie
Nicola Thapa-Görder, Sebastian Voigt-Radloff, Bettina Arasin, Bernhard Borgetto, Lynn CockburnPrävention und Gesundheitsförderung - Aufgaben der Ergotherapie

EUR [D] 39,95Zum Warenkorb hinzufügenInkl. gesetzl. MwSt.

Klientenzentrierte Ergotherapie
Klientenzentrierte Ergotherapie

Umsetzung in die Praxis

EUR [D] 29,95Zum Warenkorb hinzufügenInkl. gesetzl. MwSt.

Ergotherapie Vom Behandeln zum Handeln
Clara Scheepers-Assmus, Ute Steding-Albrecht, Peter JehnErgotherapie Vom Behandeln zum Handeln

Lehrbuch für die theoretische und praktische Ausbildung

EUR [D] 59,99Zum Warenkorb hinzufügenInkl. gesetzl. MwSt.