• Klientenzentrierung

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Klientenzentrierte Ergotherapie in der Pädiatrie

In den letzten 25 Jahren entstanden viele Theorien wie das kanadische Ergotherapiemodell CMOP-E und das Prozessmodell CPPF. Die Umsetzung in die Praxis gelingt oft nur zum Teil. Auch Ergotherapeutin Theresa kämpft noch mit alten Gewohnheiten und Denkmustern. Diese möchte sie aber jetzt bewusst durch eine moderne Vorgehensweise ersetzen.

Theresa und der Paradigmenwechsel:
Theresa ist 35 Jahre alt und seit elf Jahren Ergotherapeutin. Seit fünf Jahren hat sie eine eigene Praxis und beschäftigt zwei Mitarbeiter. Theresas Schwerpunkt ist die Pädiatrie. Über die Jahre hat sie sich in diversen Therapiekonzepten und Behandlungsmethoden fortgebildet. Seit einiger Zeit versucht sie nun, das kanadische Model CMOP-E anzuwenden, bis jetzt jedoch ohne nennenswerten Erfolg. Obwohl ihr das Praxishandbuch COPM und die dazugehörigen Assessmentformulare in der Praxis vorliegen, greift sie nach wie vor auf ihre altbewährten Methoden zurück. Als sie das letzte Mal versucht hat, das Canadian Occupational Performance Measure (COPM) einzusetzen, konnten oder wollten die Eltern nicht wirklich eine aktive Rolle im Therapieprozess einnehmen. Außerdem hatten sie ganz andere Ziele als ihr Kind und die Lehrerin. Das brachte Theresa an ihre Grenzen.
Die Gruppenangebote in ihrer Praxis laufen zwar gut, aber auch hier bemerkt die Ergotherapeutin allmählich, dass sich Betätigungsorientierung und Klientenzentrierung in diesem Setting nicht so umsetzen lassen, wie sie es versteht. Also hat sie eine Fortbildung in klientenzentrierter und betätigungsorientierter Ergotherapie in der Pädiatrie besucht. Dort bekam sie hilfreiche Methoden an die Hand, um wirklich betätigungsorientiert
arbeiten zu können. Theresa möchte jetzt einen Neuanfang wagen und die Theorie in die Praxis bringen.
Dieser Transfer in den Alltag hat es in sich. Denn Theresas Routinen und Gewohnheiten zu verändern ist mindestens genauso schwierig, wie es für Klienten sein muss, ihre Alltagsaktivitäten zu ändern. Zum Glück hat sie in ihrer Fortbildung auch das Canadian Practice Process Framework (CPPF) als Therapieprozess kennengelernt. An diesem roten Faden hangelt sie sich entlang.
Theresas Entschluss steht fest: Bei der nächsten Neuaufnahme will sie jeden Schritt im Therapieprozess reflektieren. Dabei möchte sie genau überlegen, was sie früher gewohnheitsmäßig gemacht hätte und wie sie jetzt betätigungsorientiert vorgeht. Damit sie das auch wirklich leisten kann, plant sie sich etwas mehr Zeit ein. Kaum zu Ende gedacht, klingelt auch schon das Telefon. Eine Neuanmeldung … 

Lesen Sie hier, wie Theresa vorgeht:
Moderne Ergotherapie in acht Schritten.

Quelle: ergopraxis 3/2015; Klientenzentrierte Ergotherapie in der Pädiatrie – Ein roter Faden für die Therapie

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