• Rollatortraining

    © K.-J. Kaschub

     

Rollatortraining in der Gruppe

Das Fortbewegen mit der rollenden Gehhilfe will gelernt sein – vor allem im Straßenverkehr. Kim-Joëlle Kaschub bietet deshalb für Senioren ein Fahrtraining der besonderen Art an. Unterstützt wird die Ergotherapeutin aus Bonn von einem Physiotherapeuten, einem Busfahrer und einem Polizisten.

Mobilität bedeutet Lebensqualität: Sie ermöglicht es, selbstständig einkaufen zu gehen, Arzttermine wahrzunehmen, die Freizeit zu gestalten und am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Wer nicht mehr so gut zu Fuß ist, erledigt diese Dinge mit dem Rollator. Damit die „Fahrzeugführer“ keine Angst vor Bordsteinen oder öffentlichen Verkehrsmitteln haben müssen, braucht es ein bisschen Training. Auch für die Sicherheit im Straßenverkehr. Denn aufgrund wiederholter Unfälle zwischen Rollatorfahrern und Bussen rief die Stadt Bonn vor einigen Jahren ein Rollatortraining ins Leben. Daran beteiligen sich Physiotherapeut Peter Weingarten, Polizist Erich Klaus, ein Busunternehmen, die Volkshochschule – und dieses Jahr zum ersten Mal auch ich als Ergotherapeutin.

Beweggründe unterschiedlich

Das Rollatortraining findet dreimal jährlich statt. Dieses Mal meldeten sich 15 Frauen an – mit und ohne Rollator. Sie hatten über die VHS von dem Angebot erfahren. Die Beweggründe sind ganz unterschiedlich: Die einen haben Schwierigkeiten im Alltag und wollen lernen, richtig mit dem Rollator umzugehen. Die anderen möchten sich auf die Zukunft vorbereiten und erfahren, wie man so ein Hilfsmittel bedient. Das Üben in der Gruppe unter Anleitung von Fachleuten motiviert sie zudem.

Das Training umfasst vier Termine, die jeweils anderthalb Stunden dauern. Darin stellen wir die Maßnahme vor, geben einen Einblick in die richtige Benutzung eines Rollators, gehen auf das allgemeine Verhalten im Straßenverkehr ein und üben den optimalen Einsatz der Gehhilfe. Die technischen Informationen helfen den Teilnehmerinnen zum Beispiel dabei, die Bremsen richtig einzusetzen. Die wenigsten wissen, dass ein Rollator zwei Bremssysteme hat – die Feststellbremse, um den Rollator zu „parken“, und die normale Bremse, mit der man die Geschwindigkeit beim Bergabgehen kontrollieren kann. Zudem klären wir darüber auf, dass ein Rollator Stand- und Gangsicherheit bietet, Stützkraft ist und vor allem das aufrechte Gehen und damit eine bessere Wahrnehmung der Umgebung fördert. Nebenbei bietet er nützlichen Stauraum, allerdings in Maßen. Rollatorfahrer neigen häufig dazu, ihr Gefährt zu schwer zu beladen.

Lesen Sie hier den gesamten Beitrag: Rollatortraining in der Gruppe

Aus der Zeitschrift ergopraxis 9/2015

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