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Selbstfürsorge aus hypnosystemischer Sicht – Geht es Ihnen gut?

Ergotherapeuten ist es wichtig, dass es ihren Klienten gut geht. Selbst kommen sie manchmal kaum dazu, ausreichend zu trinken oder erholsame Pausen zu verbringen. Falls es Ihnen auch so geht und Sie gerne besser auf sich achtgeben möchten, hat Karin Probst ein paar Tipps für Sie.

Hand aufs Herz: Wann waren Sie das letzte Mal so richtig faul? Wann haben Sie sich Zeit genommen, stundenlang mit Ihrem Lieblingsbuch im Bett zu liegen? Und wann hatten Sie das letzte Mal ein schlechtes Gewissen à la „Ich sollte unbedingt mehr Sport machen“ oder „Ich kann doch jetzt nicht so egoistisch sein und die Vertretung absagen“?

Wenn Ihnen eher die Druckgefühle auf der Brust vertraut sind, das Verschieben der Dinge, die Ihnen eigentlich guttäten – dann ist der folgende Artikel für Sie vielleicht ganz interessant. Und wenn Sie zu den Glückseligen gehören, die das Nichtstun genießen können, dann lesen Sie auf keinen Fall weiter, sondern nutzen die Zeit, um sich etwas Gutes zu tun.

Therapeuten geben viel, nehmen wenig

Viele Menschen kennen das: Man weiß eigentlich genau, was einem guttäte – man kommt nur so selten dazu. Und wenn man sich dann endlich doch mal eine kleine Auszeit gönnt, dann plagt einen das schlechte Gewissen oder das Grübeln über die Belange der Arbeit.

Warum fällt es uns so schwer, im Moment sein zu können und die Balance von Egoismus und Altruismus mit Leichtigkeit zu finden? Warum tun sich gerade Menschen in heilenden, therapeutischen und pflegenden Berufen so schwer, für sich selbst zu sorgen? Diese Berufsgruppen sind so achtsam im Geben – und versagen sich oft selbst schon die Erfüllung der eigenen Grundbedürfnisse. Oder trinken Sie zum Beispiel ausreichend Wasser? Nehmen Sie sich schöne, ruhige Pausen im Alltag? Lassen Sie sich täglich verwöhnen? Pflegen und hegen Sie Ihren Körper mit liebevollen Bemerkungen? Oder gehören auch Sie zu der Spezies, die sich bei jedem Blick in den Spiegel mit Selbstabwertungen belegt wie: „Mensch, ich sollte dringend abnehmen!“ Vielleicht gelingt es Ihnen aber auch, bereits die Form Ihres Nasenrückens oder Ihre Augen mit Begeisterung zu bewundern.


Übung - 3 Minuten innehalten

Im Zen-Kloster ist es ein Ritual, beim Klang eines Glöckchens kurz innezuhalten und zu reflektieren: Ergibt das, was ich im Moment mache, überhaupt Sinn? Fühlt es sich stimmig an? Was brauche ich eigentlich? Es reichen drei Minuten am Tag – ein kleines Innehalten, um ein freundliches Im-Moment-Sein zu üben. Vielleicht können Ihnen hierbei die folgenden Fragen hilfreich sein:

  • im Moment sein: Was genau ist jetzt in mir? Nicht morgen, nicht gestern, nicht bei anderen – sondern jetzt und in mir.
  • Achtsamkeit für Bedürfnisse: Was brauche ich eigentlich gerade? Welches Bedürfnis möchte gehört und erfüllt sein? Was mögen die Bedürfnisse meines Gegenübers wohl sein?
  • Es ist, was es ist: Was ist meine Konstruktion der Wirklichkeit? Ist meine Bewertung über die Situation wirklich echt?
  • Verantwortung: Was ist langfristig zum Wohle aller jetzt wohl das Beste?
  • Worst Case: Wie könnte ich sicherstellen, dass das Schlimmstmögliche eintrifft? (Das ist eine paradoxe Intervention – und manchmal lautet die Antwort: Einfach so weitermachen wie bisher.)
  • VW-Regel: Welchen Wunsch kann ich statt einem Vorwurf aussprechen?
  • Wertschätzung: Was von dem, was ist, kann ich als die jetzt beste Lösung wertschätzen?

 

Lesen Sie hier den gesamten Beitrag: Selbstfürsorge aus hypnosystemischer Sicht – Geht es Ihnen gut?

Aus der Zeitschrift ergopraxis 9/2016

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