• Arten von Narben

     

Therapie und Prävention von Problemnarben

Keloide, hypertrophe und schmerzhafte Narben können physische und psychische Problematiken mit sich bringen. Die Therapie mit Silikon und Kompression hat sich in der Prophylaxe dieser Komplikationen bewährt. Sie sind neben Desensibilisierung und Narbenmassage häufig durchgeführte Behandlungsmaßnahmen. Erfahren Sie, wie sich verschiedene Problemnarben voneinander unterscheiden und worauf Sie bei der Anwendung der einzelnen Behandlungsmaßnahmen achten sollten.

Schlecht verheilte Narben sind ästhetisch sehr störend und können eine funktionelle Behinderung bzw. Funktionseinschränkung an Gelenken nach sich ziehen. Körperliche Narben lassen Betroffene das Trauma nur schwer vergessen. Sie werde unter Umständen somit auch zur seelischen Belastung. Insbesondere Keloide, hypertrophe und schmerzhafte Narben können Probleme hervorrufen. Nur eine gut therapierte, inspektorisch unauffällige Narbe hilft den Betroffenen, die oft schmerzhafte Vergangenheit zu vergessen, und trägt zu uneingeschränkter motorischer Funktion bei.

 

MERKE

Von Problemnarben sprechen wir beim Vorliegen von Schmerzen, Hypertrophie oder Keloidbildung.

Bei ausgeprägten Narben ist eine genetische Disposition gegeben; beispielsweise neigen Afroamerikaner und Chinesen mehr zu Problemnarben als Europäer. Auch Hormone können die Genese von Keloiden und hypertrophen Narben beeinflussen. Auffällig ist, dass schwangere Frauen eher zu einer pathologischen Narbenbildung neigen als Männer.

 

Narbenklassifikation

Ziegler orientiert sich anschaulich an folgender Narbenklassifikation:

Zusammenfassend werden Keloide als Narben bezeichnet, die (unabhängig von der Genese) über den Rand der ursprünglichen Verletzung hinausragen. Hypertrophe Narben hingegen erreichen keine solche Erhabenheit und bleiben auf den Rand der Läsion begrenzt.

 

Therapieoptionen bei Problemnarben

Es ist grundsätzlich effizienter, Keloide und hypertrophe Narben zu verhindern, als sie im Nachhinein zu behandeln. Die präventive Therapie hat das Ziel, die Gefahr der Ausbildung einer Problemnarbe zu vermindern. Der Übergang auf die eigentliche Behandlung erfolgt dann, wenn tatsächlich eine hypertrophe Narbe oder ein Keloid und nicht eine unreife Narbe diagnostiziert wird. Konzeptionell können sich diverse Therapien und Präventionsschemata, wie beispielsweise das Silikonpad, für beide Narbentypen ähneln. Grundsätzlich gilt: Je früher eine Problemnarbe diagnostiziert wird, umso erfolgreicher ist das zu erwartende Behandlungsergebnis. Eine Epithelisierung sollte vor der Anwendung möglichst stattgefunden haben.

 

Lesen Sie den gesamten Beitrag hier: Therapie und Prävention von Problemnarben

Aus der Zeitschrift: Praxis Handreha 03/2020

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