Die Vorbereitungswoche

Was muss ich einkaufen? Welche Lebensmittel und Utensilien brauche ich? Wie kann ich mich auf die Basenfastenwoche einstimmen? Was gilt es zu bedenken und vorzubereiten?

Essen Sie 100 %ig basisch

Nein – in der Basenfastenwoche gibt es keine Kompromisse. Die Woche wird 100 %ig basisch. Das heißt, es kommen Obst und Gemüse, Kräuter, Nüsse und frische Keimlinge auf den Tisch. Und damit es nicht langweilig wird, bereichern die neutral wirkenden Öle die Geschmacksbedürfnisse Ihres Gaumens. Essen Sie diese Woche einmal wirklich nur das, was bei Basenfasten erlaubt ist.

Lassen Sie alte Ernährungsgewohnheiten los

Das hört sich alles nach schlimmem Verzicht an. Meinen Sie! Weil Sie nur darauf schauen, was Sie diese Woche vom Speiseplan streichen. Dabei ist es nur eine Frage des Blickwinkels. Sie kennen ja die Geschichte vom halb leeren bzw. vom halb vollen Glas. Das Beispiel ist abgedroschen; aber es ist eine Tatsache: Mit dem »Vollen-Glas-Gedanken« lebt es sich leichter und besser. Also: schwarze »Alles-ist-schlimm-Brille« absetzten und rosarote »Das-Leben-ist-schön-Brille« aufsetzen. Jetzt! Wie das geht? Einfach loslassen. Denn Loslassen ist der erste Schritt zur Freiheit. Also trauern Sie den Säurebildnern, wie Süßigkeiten, Fleisch oder Kaffee, nicht nach, die Sie in der Basenfastenwoche vom Speiseplan verbannen werden. Lassen Sie sie einfach los – wenigstens für diese eine Woche. Und Sie machen die besondere Erfahrung, wie frei Sie sich fühlen ohne die ständigen Gedanken: Ich brauche Kaffee, ich brauche Fleisch, ich brauche was Süßes. Brauchen Sie nicht! Nicht diese Woche. Das spielt sich alles nur in Ihrem Kopf ab. Schalten Sie Ihren Kopf einmal für eine Woche ab – auch das ist loslassen – und lassen Sie sich ein! Auf eine neue Erfahrung. Es lohnt sich! Ihr Körper und Ihre Seele werden es Ihnen danken.

Entsäuern Sie Ihren Kühlschrank  

Und jetzt geht das Loslassen mit dem Kühlschrank weiter. Nein, keine Sorge – er darf in Ihrer Küche bleiben! Aber es geht ihm ans Eingemachte. Räumen Sie alles raus, was nicht in Ihr Basenfastenprogramm für die nächste Woche gehört – also Käse, Frischkäse, Wurst, Schinken Fleisch, Forellenfilet, Räucherlachs, Eier, Butter, Sahne, Joghurt, Milch, Quark, Aufstriche, Senf, Cola, Wein, Prosecco, Bier. Vermutlich ist der Kühlschrank ohne Säurebildner so gut wie leer. – Dann können Sie den halben Salatkopf und die wenigen Möhren auch noch aus dem Gemüsefach räumen und den Kühlschrank gleich sauber machen. So, und nun räumen Sie die Säurebildner ins unterste Fach. Planen Sie die Mittags- bzw. Abendessen in dieser Vorbereitungswoche so, dass die Säurebildner möglichst schnell aufgebraucht werden. Und wenn einer aufgebraucht ist, bloß nichts nachkaufen. Ideal ist es, wenn Sie den Kühlschrank bis zum Tag 1 des Basenfastens völlig entsäuert haben. Wenn Sie ein widerspenstiges Familienmitglied im Haushalt haben, dann müssen Sie das anders lösen. Räumen Sie sich dann ein oder zwei Fächer im Kühlschrank frei und erklären Sie diese als 100 %ige basische Zone!

Kein Rülpswasser mehr trinken  

Jetzt geht es um Getränke – um die, die Sie während Ihrer Basenfastenwoche literweise trinken dürfen, ja sollen: Wasser, Wasser, Wasser und verdünnten Kräutertee. Auch heißes Ingwerwasser ist hervorragend: Ein kleines Stückchen frischen Ingwer schälen, in Scheiben schneiden und mit einer Tasse heißem Wasser übergießen. Das klingt spartanisch? Ist es auch! Sie fasten nächste Woche – schon vergessen? Und dabei geht es Ihnen doch richtig gut, denn Sie dürfen jede Menge Obst und Gemüse essen und dabei satt werden. Und zu trinken gibt es eben Wasser und Kräutertee. Alles andere trinken Sie diese Woche einfach mal gar nicht. Für Limos, Cola, Hugos und Prosecco Aperol bleiben noch viele Tage in diesem Jahr. Und auch Apfelsaftschorle – überhaupt alle Arten von Sprudelwasser – sind nächste Woche gestrichen. Mal ehrlich, das Rülpswasser schmeckt doch so toll auch wieder nicht; und zudem können Sie davon weit weniger trinken als von Wasser ohne Kohlensäure.

Fahren Sie Ihren Kaffeekonsum auf null!  

Großes Loslassthema beim Basenfasten ist der geliebte Kaffee, denn dieser ist leider ein Säurebildner. Vergessen Sie Ihre Kaffeesucht also mal für eine Zeit und lassen Sie sich von dem interessanten Wachgefühl jenseits des Kaffees überraschen. Okay, ich gebe zu, es gibt da eine kleine Durststrecke von zwei, maximal drei Tagen dazwischen, in denen Ihnen – wie den meisten Menschen – der Koffeinentzug zu schaffen machen wird. Aber danach geht es Ihnen hervorragend. Ohne Kopfweh, ohne Benommenheit, ohne Kreislaufabsturz.

Tauchen Sie in die Welt der Kraütertees ein  

An einem Nachmittag in der Vorbereitungswoche sollten Sie mal Teeshopping machen. Nein, damit meine ich nicht, 20 Paar Schuhe kaufen und dabei einen Tee trinken. Damit meine ich Eintauchen in die Welt der Teevielfalt – genau genommen in die Vielfalt der Kräutertees. Wie langweilig … gar nicht! Und es finden sich auch nicht nur schwarze, grüne, weiße Tees oder Früchtetees (alles Säurebildner) in den Teegeschäften. Es gibt so viele leckere Kräutertees; und die brauchen auch keine zusätzlichen Aromastoffe, damit meine Geschmacksknospen sie als Tee anerkennen. Am besten: naturbelassen wie der gute alte Haustee mit Pfefferminze, Melisse, Ringelblumen, Brennnessel, Löwenzahn, Hafer, Schachtelhalm, Goldrute, Lavendel, Verbene, Zitronenmelisse – also mit all den Kräutern, die auf den Feldern und in unseren Gärten so wachsen.

Reinigen Sie Ihren Darm  

Bevor Sie in der Basenfastenwoche die vielen guten basischen Lebensmittel genießen können, wird Ihr Darm am Abend zuvor gereinigt. Vermutlich ist das Neuland für Sie – keine Panik – es ist halb so schlimm. Wenn Sie schon mal gefastet haben oder von Freunden, die Fastenerfahrung haben, von den Glaubersalzlösungen gehört haben, dann stehen Sie dem Thema vielleicht noch skeptischer gegenüber. Dabei gibt es doch viel einfachere Lösungen. Machen Sie einen Einlauf – das ist schnell, praktisch und unkompliziert! Kaufen Sie dazu in der Apotheke oder in einem Sanitätshaus einen Irrigator – am besten einen Reiseirrigator. Nein, kein Klistier, keine Backpflaumen, keine Flohsamen, kein Sauerkrautsaft! Auch keine Zusätze in den Einlauf. Einfach nur Wasser, das so warm sein soll wie für ein Bad – 36,5 bis 37 Grad.

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