• Equines Cushing Syndrom © Sabine Gosch

Regulationsmedizinische Behandlung des Equinen Cushing Syndroms beim älteren Pferd

In den letzten Jahren ist der Anteil alter Pferde kontinuierlich gestiegen, sodass inzwischen geschätzt 10–20 % der in Deutschland lebenden Pferde über 20 Jahre alt sind. Zu den Krankheiten, die vermehrt bei älteren Pferden auftreten, gehört das Equine Cushing Syndrom (ECS/PPID), woran etwa 1 % aller Pferde leiden, wobei die Häufigkeit bei Pferden über 20 Jahren höher ist. Von Pferden über 15 Jahren sind etwa 15 % von ECS betroffen.

Die Symptome eines ECS sind häufig unspezifisch wie u. a. langes, lockiges Fell, verzögerter Fellwechsel, Abmagerung, Lethargie, Anorexie, starkes Schwitzen und die Neigung zu Hufrehe. In der Schulmedizin gilt Pergolid bzw. Prascend® (Boehringer Ingelheim Vetmedica GmbH, Ingelheim) als das Mittel der Wahl, das jedoch Nebenwirkungen verursachen kann wie Inappetenz, Lethargie, leichte Ataxie, Diarrhoe und Koliken. In vielen Fällen sind diese Symptome nur vorübergehend, manchmal sind sie jedoch so manifest, dass die Besitzer sich veranlasst sehen, die Therapie abzubrechen.

Vor einigen Jahren wurde in der Zeitschrift Biologische Tiermedizin (BTM) über die erfolgreiche biologische Behandlung des Equinen Cushing Syndroms bei älteren Pferden mit Hypophysis suis Injeel® forte bzw. Hypophysis suis Injeel® (beide Präparate Biologische Heilmittel Heel GmbH, Baden-Baden), einem potenzierten Organpräparat der Firma Heel, berichtet.

Eigene Erfahrungen

Seit gut zehn Jahren empfehle ich Patientenbesitzern diese Spritzenkur mit oft erstaunlichem Erfolg. Die Beschwerden besserten sich oft innerhalb kurzer Zeit, bei manchen Pferden war das typische „Cushing-Fell“ bereits nach einer Woche verschwunden. Die dreiwöchige Kur kann bei Bedarf wiederholt werden. Meist zeigten die Pferde nach 2–3 Kuren keine Symptome mehr, bei einigen tauchten sie nach nur einem Therapiezyklus nicht mehr auf.

Vor ca. 5 Jahren wurde diese Behandlungsmöglichkeit in einer Pferdezeitschrift in Form eines Interviews mit mir vorgestellt. Das Therapieschema wurde hierbei nicht genannt, d. h. interessierte Pferdebesitzer mussten mich kontaktieren, wodurch ich eine ganze Reihe verschiedener Fälle verfolgen konnte. Die Palette reichte von Besitzern, die ihrem Pferd aus verschiedenen Gründen kein Pergolid bzw. Prascend® geben wollten über solche, die es aufgrund starker Nebenwirkungen wieder abgesetzt hatten, bis zu denen, die hofften, die Dosis reduzieren zu können. Meist wurde das Präparat jedoch als alleinige Therapie gegeben. Ich bat um Rückmeldung, welche auch zahlreich bei mir eintrafen. In einem der Fälle, bei dem das Organpräparat als alleinige Therapie verabreicht wurde, hat die Besitzerin den Behandlungsverlauf mit Fotos dokumentiert, die zu Beginn, am Ende und vier Wochen nach Beendigung der Therapie aufgenommen wurden. Diese spiegeln die positiven Erfahrungen, die ich damit gemacht habe, sehr gut wider.

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Aus der Zeitschrift für Ganzheitliche Tiermedizin 4/2015

 

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