Richtiges Atmen kann man lernen

Wie wir atmen, hat erheblichen Einfluss auf die eigene Biochemie, auf die Fähigkeit, aus Körperfett Energie zu gewinnen und auf die Energie insgesamt. Die Verbindung läuft vor allem über das Nervensystem.

Das Nervensystem besteht aus diversen Teilen, unter anderem dem autonomen Nervensystem (ANS). Dieses wiederum setzt sich aus dem sympathischen Nervensystem (SNS) und dem parasympathischen Nervensystem (PNS) zusammen. Der Sympathikus ist für die Kampf-oder-Flucht-Reaktion zuständig, wohingegen der Parasympathikus Prozesse wie Ruhe und Reparatur reguliert. Viele Menschen leben leider heutzutage unablässig mit einem dominanten Sympathikus. Bis vor kurzem (im Vergleich zu der langen Zeit, die Menschen diesen Planeten besiedeln) signalisierte Adrenalin als wichtiges Stresshormon in diesem Zusammenhang jeder Körperzelle, dass wir gerade in Lebensgefahr schweben. Heute entsteht Adrenalin über Kaffeegenuss und die Wahrnehmung, unter Druck zu stehen.

Sobald der Körper Lebensgefahr wittert, braucht er einen schnell verbrennenden Treibstoff, um die Gefahrenzone zu verlassen. Er hat nur die Wahl zwischen Zucker und Fett, und was verbrennt schneller? Glukose.

Wenn der Stoffwechsel lieber Zucker als Körperfett verbraucht, sitzen die Kleider bald enger, und die Leistungsbereitschaft fährt Achterbahn. Es ist, als würde man reines Benzin abfackeln. Bei effizienter Fettverbrennung hingegen steht den ganzen Tag eine robuste, beständige Energiequelle zur Verfügung, die wie ein Holzfeuer glüht. Um Körperfett zu verbrennen, müssen wir den Parasympathikus aktivieren, denn dazu muss der Körper sich „sicher“ fühlen. Und das lässt sich über verlängertes Ausatmen erreichen.
  • So atmen Sie richtig

    Die Zwerchfellatmung kann Ihnen dabei helfen die Fettverbrennung anzuregen. ©Stephanie Antill

     

Quelle

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