Blasenschwäche - Die häufigsten Kontinenzprobleme

Wo war denn gleich noch mal die nächste Toilette?

Sie sind nicht alleine! Inkontinenz trifft jede 3. Frau.

Die normale Frequenz der Toilettengänge liegt  bei 5 - 8 mal pro Tag. Ab der Menopause kann der Harndrang in der Nacht ansteigen und 1-2 Besuche im Bad sind keine Seltenheit. Bei manchen Frauen ist die Urinproduktion nachts stärker, so dass mehr Urin produziert wird. Ein Grund dafür kann die Einnahme von Medikamenten z.B. Diuretika sein.

Die meisten Frauen leiden unter einer Belastungsinkontinenz. Die Wahrscheinlichkeit steigt mit dem Alter und der Anzahl von Geburten und den Risikofaktoren:

  • Fehlhaltungen
  • Rauchen
  • Menopause
  • Unterleibsoperationen
  • Wirbelsäulenerkrankungen und -frakturen
  • Atemwegserkrankungen
  • Neurologische Erkrankungen (MS, Bandscheibenvorfälle)

 

Belastungsinkontinenz

Bei der Belastungsinkontinenz, die auch Stressinkontinenz genannt wird, ist der Auslöser des Urinverlusts eine Erhöhung des Druck im Bauchraums. Der gesamte Druck breitet sich auf den Beckenboden aus und bei einer Schwäche oder Dyskoordination kann dies zum Harnverlust führen. Die Druckbelastung steigt durch Husten, Lachen, Rennen oder Hüpfen. Die Belastungsinkontinenz wird in drei Stadien eingeteilt:

     Grad 1: unkontrollierter Urinverlust beim Husten, 
                Lachen, Hüpfen     

    Grad 2: unkontrollierrter Urinverlust beim Gehen     

    Grad 3: unkontrollierter Urinverlust im Liegen

 

Dranginkontinenz

Kennzeichnend für die Dranginkontinenz ist der nicht zu unterdrückende Harndrang. Es beginnt mit einem immer wiederkehrenden starken Drang zu Toilette gehen zu müssen - meist bei geringen Urinmengen (50 - 100 ml). Normal sind bei einem Getränkekonsum von zwei Litern am Tag ca. 10 oder weniger Toilettengänge innerhalb von 24 Stunden.  Die Ursache kann in immer wiederkehrenden Harnwegsinfektionen liegen, die zur Folge haben, dass die Blase sich immer wieder zusammenzieht und so den Drang stimuliert.

 

Überlaufblase

Die Blase hat die Funktion verloren das Singnal "Harndrang" zu senden. Dies kann zu einem schädlichen Rückstau zu den Nieren über die Harnleiter führen, oder die Blase entleert sich spontan oder dyskoordiniert. Bitte suchen Sie Ihren Urologen / Neurologen auf, damit eine Therapie eingeleitet werden kann.

 

Quelle

Gesundheits-Tipp

Koffein hat einen aktivierenden Einfluss auf die Blasenentleerung. Koffein ist in vielen Nahrungsmitteln enthalten, teilweise ohne das wir uns dessen bewusst sind.

Achtung bei:

  • Kaffee, Tee
  • Schokolade, Kakao
  • Cola und kohlensäurehaltigen Getränken
  • abschwellenden Medikamenten (z.B. Diuretika)  

Weitere Gesundheits-Tipps finden Sie hier.

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