Risikofaktor Bluthochdruck

Hoher Blutdruck kommt bei vielen Menschen vor. In Deutschland hat jeder fünfte Erwachsene eine Hypertonie. Bluthochdruck allein tut nicht weh – erst die Folgeerkrankungen bereiten uns Beschwerden und zum Teil erhebliche Einschränkungen unserer Lebensqualität.

Bluthochdruck ist eine der häufigsten Ursachen für Invalidität und Tod: 40 % aller Todesfälle bei Personen unter 65 Jahren sind auf die Folgen von Bluthochdruck zurückzuführen. Weiter zeigt sich: Je höher das Alter der Menschen in der Gruppe, die man betrachtet, umso größer die Zahl derjenigen, die einen Bluthochdruck aufweisen. Weltweit steht hoher Blutdruck nach Rauchen und einer Mangel- bzw. Fehlernährung an dritter Stelle der gesundheitsschädigenden Faktoren, die für Krankheit und Tod verantwortlich sind. Hoher Blutdruck ist der häufigste und bedeutendste Risikofaktor für den Schlaganfall und die Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz). Weitere Risiken der Hypertonie sind Herzinfarkt, Nierenversagen und schwere Gefäßschäden im gesamten Kreislauf.  

Wird hoher Blutdruck nicht behandelt, so verkürzt er das Leben erheblich: Wenn zum Beispiel ein 35-jähriger Mann mit einem dauerhaften Blutdruck von 150/100 mmHg unbehandelt bleibt, so nimmt seine Lebenserwartung von durchschnittlich 76,5 Jahren um 16,5 auf 60 Jahre ab. Durch eine Blutdrucksenkung kann die Lebenserwartung wieder ansteigen bzw. normalisiert werden.  

Bluthockdruck bleibt oft unerkannt  

Leider werden aber immer noch viel zu wenige Hypertoniker ausreichend behandelt. Nur rund 25 % der Hypertoniker, die behandelt werden, haben einen normalen Blutdruck. Noch schlimmer ist, dass etwa 30 % der Patienten mit hohem Blutdruck gar nichts von ihrer Hypertonie wissen, weil ihr Blutdruck noch nie gemessen wurde. Das sind in Deutschland allein rund 5 Millionen Menschen, insbesondere junge Erwachsene und solche im mittleren Erwachsenenalter. Der Hauptgrund dafür, dass ein Bluthochdruck so häufig nicht erkannt wird, ist, dass er keine Beschwerden verursacht. Die allerwenigsten Menschen mit Hypertonie haben Kopfschmerzen, Schwindel, Nasenbluten oder Herzschmerzen. Die Mehrheit der Hypertoniker hat keine körperlichen Beschwerden. Für viele Hypertoniker ist der hohe Blutdruck eher ein »Stimulans«. Allerdings reicht er nur für kurzfristige Hochleistungen: Hypertoniker ermüden häufig rasch.  

Richtig unangenehme Beschwerden treten meist erst im fortgeschrittenen Stadium der Hochdruckkrankheit auf, wenn bereits organische Folgeschäden (zum Beispiel an Herz und Nieren) eingetreten sind, oder gelegentlich zu Beginn einer medikamentösen Therapie der Hypertonie, wenn die Medikamente nicht richtig ausgesucht oder zu hoch dosiert sind. Hoher Blutdruck allein tut nicht weh. Gerade deshalb ist es für den Hypertoniker so schwierig zu erkennen, was seinen Blutdruck steigert. Die »Schmerzlosigkeit« ist ein Hauptproblem bei der Hypertoniediagnose und -therapie. Da wir kein Empfinden für hohen Blutdruck haben, ist es wichtig, den Blutdruck bei jedem gelegentlich zu messen. Nur so können die sonst meist unentdeckt bleibenden Hypertoniker erkannt werden.  

Man nennt die Hypertonie auch den »stillen Killer«, weil sie leider häufig lange Zeit unbemerkt und unerkannt bleibt, aber plötzlich zu schweren gesundheitlichen Folgeschäden (Schlaganfall, Herzinfarkt) führen kann.  

Therapie

Nur eine rechtzeitige und richtige Behandlung schützt vor den Folgen des Bluthochdrucks. Durch eine konsequente Blutdrucksenkung kann das Risiko eines Schlaganfalls, einer Herzinsuffizienz oder eines Nierenversagens drastisch gesenkt werden. Dies gilt unabhängig vom Lebensalter. Die Erfolge der blutdrucksenkenden Therapie sind sogar am größten im höheren Lebensalter. Ziel jeder Hypertoniebehandlung, ob mit oder ohne Medikamente, ist daher die Normalisierung des Blutdrucks als Voraussetzung dafür, weitreichende Gesundheitsrisiken zu reduzieren und die Lebenserwartung wieder zu erhöhen. Die blutdrucksenkende Therapie ist eine der erfolgreichsten präventiven und therapeutischen Maßnahmen in der modernen Medizin. Ihr Nutzen überragt beispielsweise bei Weitem denjenigen, der durch eine cholesterinsenkende Therapie erreicht werden kann.

Quelle

Bluthochdruck senken ohne Medikamente
Claudia Laupert-Deick, Martin Middeke, Klaus VölkerBluthochdruck senken ohne Medikamente

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