Hörsturzbehandlung in der Klinik

Ein Hörsturz wird in der Klinik entsprechend seiner Ursache behandelt, sofern diese bekannt ist. In diesem Fall spricht man von einem symptomatischen Hörsturz. Unter anderem stehen folgende Behandlungsmaßnahmen zur Therapie des symptomatischen Hörsturzes in der Klinik zur Verfügung:

  • bei Perilymphfistel: Operation der im Mittelohr gelegenen Paukenhöhle, in der sich die Gehörknöchelchen befinden
  • bei Menière-Krankheit: Drainage der Paukenhöhle, sofern diese „verstopft“ ist
  • bei akutem Lärmtrauma: unter anderem Gabe von Kortison und von Medikamenten zur Verbesserung der Durchblutung des Innenohres sowie Sauerstofftherapie
  • bei Entzündung des Innenohres: Antibiotikatherapie
  • bei Herpesinfektion: Gabe von Medikamenten, welche die Vermehrung der Herpesviren hemmen
  • bei Gehirntumor: unter anderem Operation und Strahlentherapie
  • bei Infektionen des Hörnervs: Gabe von Antibiotika, welche die infektionsauslösenden Bakterien abtöten
  • bei Durchblutungsstörung des Innenohres: Verabreichung von Medikamenten zur Förderung der Innenohrdurchblutung
  • bei Migräne: unter anderem Anpassung der Lebensführung und regelmäßige Einnahme von Medikamenten zur Vorbeugung von Migräneanfällen
  • bei psychischen Ursachen: Psychotherapie

Der Therapie des symptomatischen Hörsturzes geht in der Klinik eine umfassende Diagnostik voraus, um die zugrunde liegende Ursache sicher zu identifizieren.

Klinikbehandlung des Hörsturzes bei unbekannter Ursache

Lässt sich in der Klinik im Rahmen der Diagnostik keine sichere Ursache des Hörsturzes feststellen, spricht man von einem idiopathischen Hörsturz. In diesem Fall orientiert sich die Behandlung an der Besserung der Hörsturzsymptome. In der Klinik stehen zur erfolgreichen Therapie des idiopathischen Hörsturzes unter anderem folgende Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung:

  • Gabe von Kortisonpräparaten
  • Infusionen mit Medikamenten zur Verbesserung der Innenohrdurchblutung
  • Verabreichung von Antioxidanzien, die freie Sauerstoffradikale inaktivieren
  • Einsatz von Medikamenten, welche die Bildung von Blutpfröpfen hemmen
  • Auswaschung von gerinnungsfördernden Substanzen aus dem Blut Sauerstoffgabe

Quellen:
Probst ,R./ Grevers, G./ Iro, H. (Hrsg.): Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, 3. Aufl. Thieme, Stuttgart (2008)
Reiß, M. (Hrsg.): Facharztwissen HNO-Heilkunde. Springer, Heidelberg (2009)

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