Kraniosakraltherapie bei Tinnitus

Die Kraniosakraltherapie (auch kraniosakrale Therapie genannt) ist eine spezielle Technik der Osteopathie und gehört damit zu den manuellen Therapien. Die manuellen (mit der Hand durchgeführten) Therapien zeichnen sich dadurch aus, dass die jeweiligen Techniken durch die Hände des Therapeuten ausgeführt werden. Die Kraniosakraltherapie hat für verschiedene Krankheitsbilder aus dem Bereich der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, darunter auch für den Tinnitus, große Bedeutung. Das Diagnostizieren und Behandeln von Störungen der sogenannten kraniosakralen Achse steht dabei im Mittelpunkt der Kraniosakraltherapie.

Die kraniosakrale Achse, welche im Zentrum der Kraniosakraltherapie steht, ist die Skelettachse zwischen Kopf (Kranium) und Kreuzbein (Sakrum). Daraus ergibt sich, dass sie den Schädelknochen, die Wirbelsäule und das Kreuzbein umfasst. Diese Knochen sind sogenannten Pulsationen ausgesetzt, welche bei Störungen verschiedene Krankheitsbilder (darunter Tinnitus) begünstigen können und deren positive Beeinflussung das Ziel der Kraniosakraltherapie ist. Als Pulsationen im Sinne der Kraniosakraltherapie werden die kontinuierlichen, geringen Bewegungen von Kopf, Wirbelsäule und Kreuzbein durch den stetigen Strom der Gehirn- und Rückenmarkflüssigkeit (Liquor) verstanden.

Durchführung der Kraniosakraltherapie bei Tinnitus 

Der Blickpunkt der Kraniosakraltherapie bei Tinnitus (und auch bei anderen Erkrankungen) ist auf die Pulsationen gerichtet, welche an Schädel, Wirbelsäule und Kreuzbein durch den Liqourstrom zustande kommen. Diese Pulsationen kann der Kraniosakraltherapeut ertasten. Bei krankhaften Veränderungen der Pulsationen stellt der Kraniosakraltherapeut beispielsweise fest, dass diese gar nicht oder in krankhaftem Ausmaß stattfinden. Auf der Basis dieser Diagnose wird anschließend die auf den jeweiligen Tinnituspatienten individuell ausgerichtete Kraniosakraltherapie geplant. Die eigentliche Kraniosakraltherapie bei Tinnitus (und auch bei anderen Erkrankungen) besteht nun darin, die zur Kraniosakralachse gehörenden Knochen sanft zu bewegen. Auf diese Weise werden die gestörten Pulsationen positiv beeinflusst, was sich wiederum günstig auf das zu behandelnde Krankheitsbild auswirkt. Neben Tinnitus ist beispielsweise auch die Menière-Erkrankung gut für die Behandlung mittels Krankiosakraltherapie geeignet.


Quelle:

Biesinger, E.: Tinnitus – Endlich Ruhe im Ohr. Trias, Stuttgart (2013)

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