Spiraldynamik® – Hohlfuß

  • Hohlfuß ©Spiraldynamik® International AG

    Beim Hohlfuß ist das Fußlängsgewölbe so erhöht, dass nur der Vorfuß und die Ferse den Boden berühren, der Mittelfuß hängt in der Luft – der Fußabdruck ist zweigeteilt

     

 

Steckbrief Hohlfuß 
Definition:  Das Fußlängsgewölbe ist überhöht und eingesteift. 
Medizinisch:  Pes cavus 
Übungen     
Wahrnehmung:  Bodengefühl 
Mobilisierung:  Fußspirale
Kräftigung: Wackelbretter
Koordination: Fußwelle minus
Integration: Raubkatzengang 
Alltagstipp  Entspannung der Fußsohle im Stehen, Gehen und beim Laufen.
Sport   
Empfehlenswert:  Grundsätzlich sind alle Sportarten möglich. 
Aufgepasst: Laufsport, Ballsportarten und klassisches Ballett, Fechten 
Affirmation Ich schwebe auf entspannten Samtpfoten.  

 

Bedeutung

Hohlfüße sind seltener als Senkplattfüße, aber sie sind eindeutig auf dem Vormarsch. Waren früher Senkplattfüße das Problem Nummer eins bei Kindern, sind es heute zunehmend die Hohlfüße. Zur Erfüllung seiner komplexen Aufgabe ist der Fuß auf seine natürliche Elastizität angewiesen. Genau die geht beim Hohlfuß verloren. Der Fuß wird unbeweglich, das Längsgewölbe ist überhöht, steif und starr. Der hohe Rist, ein ästhetisches Ideal, fordert seinen Tribut: Die Aufprallenergie am Boden kann nicht mehr richtig abgefedert werden, Drucküberlastung, Spreizfuß und Krallenzehen sind vorprogrammiert.  

Risikofaktoren

Genetische Veranlagung spielt eine Rolle, vermutlich auch psychoemotionale Stressfaktoren. Wer im Kindesalter auf den Zehen statt auf den Füßen geht – Zehengänger oder Toe Walker – hat ebenfalls ein erhöhtes Risiko. Viele neurologische Krankheiten – wie zum Beispiel die Kinderlähmung – gehen mit der Entwicklung von Hohlfüßen einher.  

Diagnose

Klinik: Fußgewölbe überhöht, mehr als zwei Fingerbreit hoch.
Fußdruckmessung: Der Fußabdruck ist zweigeteilt; die Bodenkontaktfläche ist reduziert.
Laufanalyse: nur bei seitlicher Kameraeinstellung sichtbar

Die Taille des Fußabdrucks verschmälert sich beim Hohlfuß, bis sie den Bodenkontakt ganz verliert. Der Fußabdruck ist dann zweigeteilt. Ein Fußabdruck oder eine dynamische Fußdruckmessung schaff t Klarheit. Wichtig ist, ob der Hohlfuß beim Gehen zu- oder abnimmt. Es gibt Menschen, deren Hohlfüße sich beim Gehen spontan verbessern. Andere nicht. Dies hat dann Konsequenzen für Therapie und Einlagen. Wichtig ist zudem die Unterscheidung echter oder unechter Hohlfuß . Beim echten Hohlfuß ist die Ferse nach außen weggeknickt (Pes varus), beim Pseudo-Hohlfuß ist die Ferse nach innen eingeknickt (Pes valgus).  

Verlauf

Es gibt zwei typische Verlaufsformen. Der unechte Hohlfuß, die häufigste Form und meist ohne erkennbare Ursache, zeigt einen stabilen Verlauf mit relativ wenig Beschwerden. Beim echten Hohlfuß, oft im Rahmen einer neurologischen Erkrankung, hängt die Entwicklung vom Verlauf des neurologischen Leidens ab. Der Hohlfuß nimmt oft zu und bereitet mit den Jahren zunehmend Beschwerden.  

Übungstherapie

Der unechte Hohlfuß eignet sich für eine funktionelle Therapie. Beim neurologischen Hohlfuß hängen die Erfolgschancen von der Grundkrankheit ab.  

Schuhe

Die Schuhe sollten ein weiches, gut stützendes Fußbett haben.  

Einlagen 

  • Einlagen mit künstlicher Stütze des Fußlängsgewölbes führen rasch zur Entlastung durch bessere Druckverteilung.
  • Propriozeptive Einlagen entspannen die Fußsohlenmuskulatur.

Quelle