Spiraldynamik® – Knickfuß

  • Knickfuß ©Spiraldynamik® International AG

    Klassischer Knickfuß mit nach innen gekippter Ferse und bogenförmigem Verlauf der Achillessehne; die Innenseite der Fußsohle wird stärker belastet.

     

 

Steckbrief  Knickfuß  
Definition:  Winkel zwischen Ferse und Unterschenkel verläuft geknickt statt im Lot. 
Medizinisch: Pes valgus 
Übungen   
Wahrnehmung: Fersenlot
Mobilisierung:  Fußspirale 
Kräftigung: Turmspringer  
Koordination:  Nurejew
Integration  Ortho-Gang: Ferse stabil 
Alltagstipp  Fersen gerade! Im Stehen, Gehen und beim Laufen. 
Sport   
Empfehlenswert: Tanz, Eiskunstlauf, Turnen, Kampfsportarten 
Aufgepasst:  Laufsport, Ballsportarten, klassisches Ballett
Affirmation  Alles im Lot – auch die Füße! 


Bedeutung

Mehr als die Hälfte der Menschheit läuft mit Knickfüßen durchs Leben. Medizinisch wird dem Knickfuß keine große Bedeutung zugemessen und dennoch steht er häufig am Anfang einer verhängnisvollen Kette von Fußproblemen.

 

Risikofaktoren

Wegbereiter für Knickfüße beim Erwachsenen sind fast immer Knickfüße im Kindesalter. Hier gibt es eine wichtige Altersgrenze: Muskuläre Knickfüße im Kleinkindesalter bis zur Einschulung mit sechs oder sieben Jahren wachsen sich in vielen Fällen spontan zurecht. Danach korrigiert sich der Knickfuß so gut wie nie mehr spontan. Die Fachliteratur ist in diesem Punkt eindeutig, obschon viele Ärzte und Kinderärzte immer noch an das Gegenteil glauben.

Diagnose

Klinik:
Die Ferse von hinten betrachtet steht schräg.
Fußdruckmessung: Die Kraftangriffslinie ist nach innen verschoben.
Gang-Laufanalyse: Hyperpronation während der Belastungsphase

Der Knickfuß ist eine klassische Blickdiagnose. Im Stand mit parallelen Füßen kann die Fersenstellung von hinten betrachtet und beurteilt werden. Idealerweise steht das Fersenbein im Lot und in Verlängerung der Unterschenkel Längsachse. Ein Knick zwischen Ferse und Unterschenkel deutet auf Knickfüße hin. Bei der Gang- und Laufanalyse lässt sich genau dies in der Dynamik erkennen: Der Rückfuß knickt unter Belastung ein, der Fachmann spricht von Hyperpronation, eines der häufigsten Probleme im Laufsport überhaupt. Die dynamische Fußdruckmessung weist durch eine Verlagerung der Kraftangriffslinie nach innen auf die Fehlbelastung hin.

Verlauf

Meist im Kleinkindesalter erworben, im Kindesalter nicht korrigiert, bleibt die Knickfüßigkeit im Erwachsenenalter lebenslang bestehen und steift über die Jahre hinweg ein. Der Knickfuß allein besitzt medizinisch gesehen keinen großen Krankheitswert. Erst wenn seine Langzeitfolgen – Senk-, Platt- und Spreizfuß sowie Hallux valgus – in Erscheinung treten, gerät er ins medizinisch-therapeutische Visier.

Übungstherapie

Der Knickfuß eignet sich bestens für eine funktionelle Therapie. Die Ferse dreht aus der Knickfußstellung zurück ins Lot. Wichtigste Übung ist das Fersenlot.

Schuhe

  • Achten Sie auf eine gute Abstützung des Fußlängsgewölbes auf der Innenseite.
  • Wenn Sie hohe Absätze nur selten tragen, sind sie von Vorteil, denn sie zwingen die Ferse ins Lot.  

Einlagen

  • Korrigierend wirken Einlagen mit Supinationsstütze auf der Innenseite des Fußlängsgewölbes.
  • Spezialeinlagen fassen die Ferse mechanisch.
  • Propriozeptive Einlagen aktivieren die fersenstabilisierenden Muskeln.
  • Hilfreich sind Sporteinlagen mit Supinationsstütze des Rückfußes.

 

Quelle