Spiraldynamik® - Stabiles Kreuz

Kreuz

Das Kreuz trägt seinen Namen in doppelter Hinsicht zu Recht. Die Wirbelsäule mündet in der Mitte des Körpers in eine eigentliche Kreuzung. Das Becken liefert die waagerechten Orientierungspunkte, den Querbalken des Kreuzes. Die Lendenwirbel sind der obere Balken, ihm schließt sich mit dem Kreuzbein der untere Balkenteil an – und fertig ist das Kreuz! Horizontal ausgerichtet hält das Becken die inneren Organe in Balance – wie ein Becken eben. Es will schön ausbalanciert und waagerecht gehalten werden, damit nichts ausgekippt wird. An dieser Kreuzung des Körpers wirken verschiedene Kräfte, hier sind Stabilität und Beweglichkeit gleichermaßen gefragt. Hier befindet sich das Kraftzentrum, bei vielen Menschen die breiteste Stelle des Körpers. Das macht verständlich, warum das Kreuz auch besonders anfällig für Beschwerden ist. Intelligente Bewegung wird möglich, wenn Sie verstehen, wie das Kreuz funktioniert, wie es gebaut ist und gebraucht werden will. Denn das Letzte, was ein gesunder Rücken will, ist weniger Bewegung! Zivilisationskrankheit Nummer Eins ist Bewegungsarmut. Wir sitzen oder stehen den ganzen Tag – Gehen und Laufen, wie es unsere Vorfahren noch stundenlang täglich taten, ist in unserer Kultur kaum noch gefragt. Umso wichtiger für das Kreuz: Wenn wir uns bewegen, dann richtig!    

Bandscheiben

Achtzig Prozent aller Rückenschmerzen sind unspezifisch, also nicht klar definierbar. Oft sind es Kombinationen von Ursachen, die wiederum voneinander abhängig sind. Das können verspannte Muskeln sein, Fehlkontakte zwischen den Wirbelknochen und Engpässe wegen ungünstiger Haltung. Die anderen zwanzig Prozent sind spezifische Schmerzen. Führend unter ihnen sind Probleme mit den Bandscheiben. Die „Unterlagsscheiben“ der Wirbelsäule sind verantwortlich für die Stoßdämpfung. Es ist wie bei Fahrzeugen: Ist die Stoßdämpfung beschädigt, wird das Geklapper bald immer größer, Strukturen knallen aufeinander, wo sie abgefedert werden sollten – das Gefährt funktioniert nur noch im Kriechgang. Wird der Schmerz chronisch, ist die Lebensqualität massiv eingeschränkt. Trotzdem ist der untere Rücken für Belastungen und Bewegungsfreiheit geeignet. Bandscheiben mögen Belastung! Es funktioniert, solange wir Bewegung dreidimensional ausführen, solange die Wirbelsäule beim Laufen, Stehen oder Heben dreidimensional auf die Kräfte von außen reagieren kann, um alles „gerecht“ zu verteilen. Höchste Zeit, einen Blick in die Anatomie zu wagen und die kleinen runden Polster im Rückgrat nach ihren Wünschen, Träumen und Albträumen zu fragen!

Quelle

Einblick in die DVD 

Spiraldynamik®©Thieme Verlagsgruppe

3:10

Stabiles Kreuz