Starker Rücken für Ihr Kind

Was der Landgang der Fische vor 380 Millionen Jahren mit aktiver Prävention von Rückenbeschwerden im Kindesalter zu tun hat...

Kleine Rückblende: Kinder lernen! Am 16.-17. November letzten Jahres fand im Kongresshaus Zürich die Erfolgsmesse «Kinder lernen» statt. Das «Spiraldynamik» Med Center Team war als einzige Institution aus den Gesundheitsberufen mit dabei. Auf den zweiten Blick schon fast logisch, denn Karriesprophylaxe begann mit dem Zähneputzen im Kindesalter. Gleiches gilt für den Rückenschmerz: Kluge Prävention beginnt im Kindesalter.

Grosse Rückblende: Landgang der Fische! Fische schwimmen, indem ihre Rückenmuskeln blitzschnell hin und her zucken. Schlangen und Amphibien haben dieses Links-rechts Fortbewegungsmuster zu Lande übernommen und schlängeln sich sozusagen  in «Fisch-Manier» durchs Gras. Später kamen die Säugetiere und haben die Fortbewegung neu erfunden: Der Galopp auf allen Vieren ist für die Wirbelsäule im Wesentlichen eine Beuge-Streckbewegung - Beugung in der Bodenphase, Streckung während der Flugphase. Dann kam der Mensch, die Krone der Schöpfung, und hat mit dem aufrechten Gang die dritte und letzte Dimension der Fortbewegung erobert: Die Wirbelsäule rotiert Schritt für Schritt nach links und nach rechts. Kurzum, die Evolution der Fortbewegung lässt drei Phasen erkennen: Links-rechts-Seitneigung (Fisch und Schlange), dann Beugung-Streckung (Säugetiere) und schliesslich Links-rechts-Rotation (Mensch).

Kleine Menschen: wirbelende Säulen. Diese neueste Errungenschaft - die Rotationsfähigkeit der Wirbelsäule ist beim Menschen anatomisch klar verortet: Das Rotationsvermögen einer gesunden Brustwirbelsäule ist enorm und beträgt locker 60° in beide Richtungen. Zum Vergleich: Eine Lendenwirbelsäule kann nur 10-15° drehen - das ist fünf mal weniger! Für die Enthusiasten der Anatomie: Der Grund für das unterschiedliche Rotationsvermögen liegt in der Anordnung der kleinen Wirbelgelenke  - sie liegen thorakal in der Stirnebene und lumbal in der Pfeilebene.

Grosse Menschen: erstarrende Säulen. Die Wirbelsäulen Erwachsener haben ihr Drehvermögen mehr oder weniger eingebüsst. Steifer Rundrücken und starrer Brustkorb lassen das Drehvermögen der Brustwirbelsäule von grosszügigen 60° auf mickrige 15° schrumpfen. Natürliche Drehbewegungen beim Joggen, Tennis oder Golf werden so eine Etage tiefer in die Lendenwirbelsäule zwangsverlagert. Der Rest ist eine Frage der Zeit: Überlastungsschmerzen, Bandscheibenprobleme, Arthrose der kleinen Wirbelgelenke, Instabilität der Lendenwirbelsäule und schliesslich droht die künstliche Versteifung der Lendenwirbelsäule - inzwischen nach den Bandscheiben der zweithäufigste operative Eingriff an der Wirbelsäule. Mal ganz ehrlich: Da wäre es doch einfacher und kostengünstiger, aktive Prävention zu betreiben und Kindern beizubringen, die angeborene Drehfreudigkeit ihrer (Brust-) Wirbelsäule zu erhalten. Mehr zum Thema Kinderrücken finden Sie im Buch «Starker Rücken, starkes Kind»

 

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