Spiraldynamik®: Tibialis posterior Syndrom

Spiraldynamik® Therapie: Hilfe für Plattfüße von oben und von unten

Das «Tibialis Posterior Syndrom» wurde nach dem «hinteren Schienbeinmuskel» benannt. Die Überlastung dieses Muskels ist die häufigste Ursache des erworbenen Plattfußes im Erwachsenenalter. Die Krankheit läuft in ganz bestimmten Stadien ab, jede Phase bedarf einer spezifischen Therapie. Dabei gilt die alt bewährte «Spiraldynamik» Faustregel: Je früher desto präventiver, je später desto therapeutischer, je noch später desto chirurgischer.

Banaler Risikofaktor: Knickfuß

Am Anfang der verhängnisvollen Kette steht der einfache und scheinbar harmlose Knickfuß. Die Tragödie beginnt meist bereits im Kindesalter: Bei vielen Eltern und Ärzten gilt der «muskuläre Knickfuß im Kindesalter» leider als normal. Viel Sport treiben und «...das wachse sich dann schon zurecht» lautet der gut gemeinte ärztliche Rat. Irrtum! Die Literatur ist hier eindeutig: Im Kleinkindesalter bis sechsjährig kann es sich zurecht wachsen. Danach nicht mehr. Was Klein-Hänschen nicht lernt, lernt Hänschen nimmer mehr. Und Hans schon gar nicht. Da nützt auch viel Sport nichts. Im Gegenteil. Viel Sport belastet und verstärkt die Knickfuß-Problematik. Im Laufsport hat der Knick im Fuß einfach einen anderen Namen bekommen, man spricht elegant von «Hyperpronation». Ein anderer Name für ein und dasselbe Phänomen.

Clevere Anatomie: Fersenlot

Bei der Hand befinden sich Finger wie Handwurzelknochen nebeneinander. Nicht so beim Fuß! Die Zehen stehen horizontal nebeneinander, aber die Fußwurzelknochen stehen lotrecht übereinander. Die Natur hat im Verlauf der Evolutionsgeschichte eine 90-Grad Torsion in den Fuß eingebaut. Dem alten Meistertrick mit der Spirale verdankt der menschliche Fuß seine enorme Belastungsstabilität. Bis zu einer Tonne Gewicht kann der Fuß beispielsweise bei einem Weitsprung über sechs Meter aushalten! Richtig belastet verkeilen sich die Knochen unter Belastung elastisch-federnd ineinander. Die gerade Belastung der Ferse ist dabei der springende Punkt.

Tibialis Posterior Syndrom: Reißende Schmerzen

Der hintere Schienbeinmuskel - er befindet sich direkt hinter dem Schienbein - ist für die gerade Fersenstellung beim Stehen, Gehen und Laufen hauptverantwortlich. Er verhindert das Einknicken der Ferse nach innen. Durch chronische Knickfüßigkeit und Hyperpronation wird er hoffnungslos überlastet. Der Muskel reagiert zunächst mit Schmerz und Verhärtung, dann kommt es zur Sehnenscheidenentzündung mit massiver Schwellung direkt hinter dem Fußinnenknöchel. Mit der Zeit entstehen feine Längsrisse in der Sehne. Im Endstadium reißt die Sehne ganz durch, das Längsgewölbe des Fußes bricht vollständig in sich zusammen, innerhalb weniger Monate kommt es zum erworbenen Plattfuß.

Spiraldynamik® Therapie: Hilfe von oben

Schmerz und Schwellung verlangen Soforthilfe, eine weitere Fehlbelastung liegt nicht mehr drin. Eine Kombination von gezielter Therapie, Einlagen und spezieller Fußbandage bieten die besten Chancen auf Erfolg.

  • 1. Die Einlagen müssen die Ferse auf der Innenseite mechanisch abstützen.
  • 2. Die Fuß-Bandage muss das Spiralprinzip im Fuß verstärken.
  • 3. Bei der Therapie kommt der Hüftmuskulatur eine Schlüsselrolle zu.

Und so funktioniert die Therapie: Jener Muskel, der für die lotrechte Stellung der Ferse verantwortlich wäre, ist außer Gefecht gesetzt. Deshalb müssen die kleinen Hüftrotatoren kompensatorisch einspringen. Tief unter der Gefäßmuskulatur wollen sie entdeckt und gezielt angesteuert werden. Gleichzeitig wird die Großzehe mit Hilfe des langen Wadenbeinmuskels stabil am Boden verankert - ansonsten die Gefahr von Misstritten zunimmt. Konsequent umgesetzt, kann sich der «Tibialis posterior» Muskel so erholen. Bleibt die Therapie ohne Erfolg, ist eine Magnetresonanz Bildgebung angezeigt. Ist mehr als ein Drittel der Sehne angerissen oder ist sie bereits ganz durchgerissen, kann nur noch der Fußchirurg weiterhelfen.

Kompetenzzentren: Med Center Basel | Bern | Zürich

Die Ärzte und Therapeuten der Spiraldynamik® Med Center & Praxen sind spezialisiert auf funktionelle Diagnostik und Behandlung von Beschwerden des Bewegungssystems. Der leitende Arzt des Med Centers in Basel, Peter Hende, ist Fußchirurg, der leitende Arzt in Zürich, Christian Larsen, hat mehrere Bücher zum Thema «Gesunde Füße» verfasst. Die Med Center bieten kompetente Zweitmeinungen, wenn es um die Frage geht: Operation Ja oder Nein? Operation jetzt oder später? Die Spezialisten für die Zusammenhänge im Bewegungssystem vermitteln ihr Know-how gezielt und individuell durch spezialisierte Therapien und Schritt-für-Schritt Übungsanleitungen.

 

 

 

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