Medical Yoga - Variationen

Wenn Sie „Ihre“ Asanas ausgewählt haben, lesen Sie alle Informationen zur jeweiligen Haltung und den Variationen. Einige Variationen sind gut für den Einstieg, andere hingegen sind komplexer als die Haupt-Asana. Üben Sie jeweils die rechte und die linke Seite gleichmäßig.

Bauen Sie die Haltung wie beschrieben auf und verweilen Sie für drei bis fünf Atemzüge. Sie sollten mit freudiger Spannung üben, dann wird Ihnen eine ehrliche Begegnung mit sich selbst gelingen. Nehmen Sie sich immer wieder ausreichend Zeit zum Nachspüren. Bleiben Sie bei einer Übungssequenz, bis Sie viele der beschriebenen Details gut wahrnehmen und für mehrere Atemzüge gelassen verweilen können. Viel Freude beim Üben.

Zu den Variationen

Grenzerfahrungen: die Anschubs-Methode

Jeder Bewegung sind Grenzen gesetzt, irgendwann hat der Muskel keine Kraft mehr und beginnt zu reißen oder das Gelenk steht am Anschlag. Es gibt drei Möglichkeiten, wie Sie die eigenen Grenzen der Belastbarkeit in Erfahrung bringen und damit umgehen können.  

  1. Die Brecheisen-Methode: Sie belasten Ihren Körper, was das Zeug hält – bis es kracht. Dann wissen Sie, es war zu viel. Diese Methode ist nicht zu empfehlen.
  2. Der Sicherheitsabstand: Sie gehen immer 100%ig auf Nummer sicher und wagen sich nicht mal in die Nähe Ihrer Belastungsgrenze. So werden Sie sich kaum je verletzten, aber der Körper wird auch nicht gefordert und kann sich nicht entwickeln. Der permanente Sicherheitsabstand ist nicht zu empfehlen.
  3. Die Anschubs-Methode: Sie tasten sich an Ihre Grenze heran, starten langsam und mit geringer Intensität, wagen sich langsam voran, bis Sie merken, jetzt bin ich an meiner Grenze angelangt. Genau an diesem Punkt liegt das Optimum von Sicherheit (Respektieren der Grenzen) und Entwicklung (Weiten der Grenzen). Diese Methode, steter Tropfen höhlt den Stein, ist zu empfehlen.

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