Erster Schritt: Hilfe suchen

Der erste Schritt ist zu akzeptieren, dass Sie möglicherweise an einer Depression erkrankt sind und Hilfe benötigen. Dies ist sicherlich nicht leicht. Aber der einzig richtige Schritt. Angehörige sollten den Betroffenen dabei unterstützen und bei Bedarf auch zum Arzt oder Therapeuten begleiten.

Wichtiges für Ihren Arztbesuch

» Es ist wichtig, sich Hilfe zu holen, auch wenn man in der Depression meint, es könne einem ohnehin keiner helfen. Gehen Sie zu einem Arzt, dem Sie vertrauen, und sprechen Sie offen mit ihm über Ihre Stimmung, Ängste und Beschwerden. «

Über 70% der depressiv Erkrankten befinden sich in hausärztlicher Behandlung. Eine richtige Diagnosestellung wird für die Hausärzte aber oft dadurch erschwert, dass die Patienten vorwiegend oder ausschließlich von körperlichen Beschwerden berichten. Vielen Betroffenen fällt es leichter, diese körperlichen Beschwerden zu beschreiben als ihre psychischen Beschwerden. Manchmal besteht auch die Angst, als verrückt oder überempfindlich abgestempelt zu werden.

Manche Ärzte werden Ihnen möglicherweise die gedrückte Stimmung und Verzweiflung vom Gesicht ablesen und auchbei körperlichen Beschwerden wie Schlaflosigkeit und Kraftlosigkeit, Kopfschmerzen oder Rückenschmerzen aufhorchen und gezielt nachfragen. Darauf können und sollten Sie sich jedoch nicht verlassen. Damit die richtige Diagnose gestellt und Ihnen entsprechend geholfen werden kann, sollten Sie Ihrem Arzt gegenüber unbedingt auch offen über Ihre psychischen Beschwerden sprechen.

Wichtig: Je offener und genauer Sie von allen Ihren Krankheitsanzeichen berichten, desto schneller kann Ihr Arzt die richtige Diagnose stellen und eine Behandlung verordnen, die Ihnen aus der Depression heraushilft.

  • Haben Sie Mut und vertrauen Sie sich Ihrem Arzt an. Sprechen Sie offen aus, dass Sie und/oder auch Ihr Umfeld vermuten, dass Sie möglicherweise an Depressionen leiden.
  • Teilen Sie Ihrem Arzt mit, welche Medikamente, Naturheilmittel oder Nahrungsergänzungspräparate (Vitamine, Mineralien) Sie regelmäßig oder unregelmäßig einnehmen. Informieren Sie ihn auch über Ihren Alkohol- und gegebenenfalls Drogenkonsum.
  • Falls Sie Befunde und Arztbriefe zu Hause haben, kann es hilfreich sein, diese ebenfalls mitzunehmen. Denken Sie auch an Ihre Versichertenkarte.
  • Informieren Sie sich, ob es in Ihrer Verwandtschaft Fälle von Depressionen oder manisch-depressiven Erkrankungen gibt. Diese Information kann für Ihren Arzt hilfreich sein.
  • Reden Sie mit ihm über alle Beschwerden – auch wenn Ihnen das vielleicht schwerfällt (z. B. sexuelle Unlust oder Funktionsstörungen). Machen Sie sich gegebenenfalls eine entsprechende Liste, damit Sie nichts vergessen. Sie können auch den ausgefüllten Selbsttest mitnehmen.

Quelle

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