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Schmerzfreier Pessareinsatz mit Lidocain?

Intrauterinpessare sind bei Patientinnen oft unbeliebt. Ein Lokalanästhetikum könnte die Schmerzen beim Einsetzen lindern und die Akzeptanz so steigern.

Ist ein schmerzfreier Pessareinsatz mit Lidocain möglich?

Intrauterinpessare werden Studien zufolge zu selten genutzt. Das zeigen besonders Daten aus den USA, wo etwa 50 Prozent aller Schwangerschaften ungeplant sind. Eine Ursache für die schlechte Akzeptanz der kupferhaltigen Spiralen könnte die Angst vor Schmerzen während des Einsetzens sein. Kann ein Lokalanästhetikum hier Abhilfe schaffen?

Lidocain hat sich bereits beim Einsatz von Foley-Kathedern und Sonden im nasogastralen und nasotrachealen Raum bewährt. So wurde in einer Studie geprüft, ob eine Applikation von Lidocain auch auf die Zervix beim Einlegen von Intrauterinpessaren zur Schmerzlinderung beitragen kann.

200 Probandinnen zwischen 18 und 45 Jahren wurde drei Minuten vor dem Einlegen des Pessars 0,5 ml Lidocain oder Placebogel auf den äußeren Gebärmutterhals und anschließend 2-3 ml in den Zervixkanal appliziert. In einer analogen Schmerzskala von 1-10 sollten die Frauen ihr Schmerzempfinden dokumentieren.

Keine Verbesserung durch Schmerzmittel

Ein vielleicht überraschendes Fazit, aber laut den Ergebnissen der Studie konnten die Forscher keinen signifikanten Unterschied in der Schmerzwahrnehmung mit Lidocain gegenüber dem Placebo feststellen. Den Schmerz beurteilten die teilnehmenden Frauen in beiden Gruppen beim Anlegen der Kugelzange mit einem medianen Wert von 4, während des Pessareinsatzes mit 6. Weder der Pessartyp noch die jeweilige Parität der Frauen hatte hierauf einen Einfluss. So konnten auch Frauen ohne vorherige vaginale Geburt, deren Schmerzempfindlichkeit höher war, nicht von der Lidocain-Applikation profitieren.

Aus GebFra Geburtshilfe und Frauenheilkunde 04/2013

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