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    Für Gynäkologen wird ein gut gestalteter und informativer Internetauftritt der eigenen Praxis immer wichtiger, da immer mehr Patienten sich über ihre Ärzte im Voraus im Internet informieren.

     

Internetauftritt – Vorhang auf für Ihre Praxis-Homepage!

Praxis-Homepage oder nicht? Diese Frage stellt sich heute nicht mehr, denn die Antwort ist klar: Selbst für kleine Praxen ist eine eigene Website sinnvoll, denn Kunden informieren sich immer öfter im Internet, bevor sie sich entscheiden Kontakt aufzunehmen.

Oftmals werden sie zunächst durch eine persönliche Empfehlung auf die Praxis aufmerksam. „Diese Empfehlung sollte die Praxis-Website dann bestätigen und möglichst verstärken“, sagt Myriam Eismann aus ihrer Erfahrung als Geschäftsführerin der Internet-Agentur „Sinnoptics“. Die Kommunikationsdesignerin bietet seit zwölf Jahren benutzerfreundliche Internetlösungen an, die passend auf die jeweilige Zielgruppe zugeschnitten sind. Für den Gesundheitsbereich heiße das vor allem, auf den vermehrten Informationsbedarf von Patienten einzugehen, sagt Myriam Eismann. Menschen, die mit einer Erkrankung oder Schmerzen zu tun bekommen, suchen neben einer konkreten Behandlung zunächst mal Aufklärung, Information und Austausch.

 

Die Chemie muss stimmen - der erste Eindruck zählt

Die Praxis-Website ist für Gynäkologen demnach eine große Chance, bereits vor dem persönlichen Kontakt einen ersten Eindruck als Profi zu hinterlassen. Und der sollte möglichst gut zum Angebot passen und den User abholen. Patienten suchen neben Behandlungsangeboten auch Aufklärung, Informationen und Austausch.
„Ich möchte doch das Gefühl haben, hier bin ich richtig, hier finde ich kompetente Partner, die mir bei der Lösung meines Problems weiterhelfen können“, sagt Art-Direktor Ralph Ihmsen. In der Behandlung gehe es um Menschen, also müsse die Chemie stimmen.

1.000 BIS 3.000 EURO MÜSSEN SIE FÜR EINE GUTE WEBSITE INVESTIEREN.
Wer in seine Homepage wenig investieren möchte, hat die Möglichkeit, die Inhalte selbst auszuwählen und vorzubereiten (etwa Titel, Texte und Bilder) und dann lediglich die Seite programmieren zu lassen. Oder auf vorgestaltete Seiten zurückzugreifen, die man selbst mit Inhalten füllt. So eine Seite gibt es bereits für 500 bis 1.000 Euro (zum Beispiel unter www.meine-praxis.info). Wer Texte und Bilder sowie Programmierung von einer Agentur umsetzen lassen will, der muss ungefähr 3.000 Euro investieren.

„Auch mit kleinem Budget können Websites so erstellt werden, dass sie ausbaubar und selbst pflegbar sind“, sagt Myriam Eismann. „Beispielsweise mit einem Content Management System (CMS), das dem Kunden erlaubt, Inhalte einzugeben oder zu ändern.“
Denkbar wäre ein Newsbereich, in den aktuelle Daten eingefügt werden können, auch mal ein anderer Titel oder ein neues Foto. Ein gutes CMS ist so aufgebaut, dass es auch für Laien leicht verständlich und bedienbar ist.

Pflege im gut angepassten Rahmen spart Zeit und Kosten
Ralph Ihmsen ist wichtig, dass das CMS passgenau am Kundenbedürfnis orientiert ist: „Wenn der Änderungsbedarf hoch ist - bei wöchentlichen oder kürzeren Intervallen -, macht es Sinn, ein CMS zu verwenden. Gibt es lediglich ein bis zwei kleinere Änderungen pro Monat, kann man das durchaus auch ohne CMS lösen“, sagt er.

 

Dynamische Homepage: Blog und Social Media

Die Zeiten, in denen die Homepage lediglich eine statische Bühne für Firmenlogo, Adresse und Telefonnummer war, sind vorbei. Die Kommunikation ist interaktiv geworden, die Seiten sind dynamischer. Als zeitgemäßes Medium empfiehlt Myriam Eismann daher gern den Blog. Vorausgesetzt, es gibt in der Praxis Mitarbeiter, die sich gern zum Zeitgeschehen äußern. Mindestens einmal pro Monat sollte sich im Blog nämlich etwas bewegen.
„Der Blog kann Usern zeigen, dass ich aktiv bin, mich fortbilde und am Ball bleibe“, sagt sie. Wenn zum Beispiel das Thema Kinderwunschbehandlung durch die Medien geht, kann sich die Praxis im fachspezifischen Sinne dazu äußern und gegebenenfalls auf eigene Angebote zur Behandlung des unerfüllten Kinderwunsches hinweisen. Ein Blog kann auch regelmäßig über wissenschaftliche Studien informieren oder einfache Gesundheitstipps bieten.
Eine weitere Möglichkeit, sich up to date zu zeigen, sind soziale Netzwerke wie Facebook und Co. „Praxen können dadurch ihre zeitgemäße und innovative Arbeit unterstreichen, müssen jedoch stets die datenschutzrechtlichen Risiken im Blick haben“, sagt IFK-Rechtsanwältin Ulrike Borgmann.

Gefunden werden: Keyword-Analyse, Verlinkungen und Glossar
Die Bedürfnisse der Zielgruppe zu kennen, ist ein wichtiger Pluspunkt auf dem Weg zur erfolgreichen Werbung über das Internet. Die Frage ist: Wen oder was sucht meine Zielgruppe? Geben meine Texte Antworten auf deren Fragestellungen? Wird meine Seite im Netz gefunden?
Um im Suchmaschinen-Ranking ganz vorn platziert zu sein, ist eine professionelle Suchmaschinenoptimierung (SEO) hilfreich. „Bei einem SEO-Check werden täglich Suchbegriffe analysiert und die Website im Script ständig angepasst“, erklärt Ralph Ihmsen. Doch das ist teuer: 350 Euro monatlich müsse man mindestens rechnen.
Dies laufenden Kosten kann man sich aber sparen und in die klassische Methode investieren: Querverweise und Verlinkungen mit Partnerunternehmen. Myriam Eismann rät ihren Kunden zu einer Keyword-Analyse in der Anfangsphase des Marketingprojekts - noch bevor man die Texte formuliert. Relevante Suchbegriffe können so gezielt in die Titel und Fließtexte eingebaut werden.
Für Anbieter im Gesundheitswesen hat die Kommunikationsdesignerin zudem einen besonderen Tipp: ein Glossar mit Fachbegriffen als elegante Möglichkeit, öfter angesteuert und schneller gefunden zu werden. Nebenbei bedient das Glossar den Aufklärungsbedarf der Patienten und entlastet somit die Texte von umständlichen medizinischen Erklärungen.

 

Fazit

Online-Marketing kann einfach und wirksam sein. Wer einen für sich sinnvollen Mix aus den verschiedenen Kanälen nutzt und angemessen pflegt, kann Anzahl und Erfolgsquote der Website-Besuche spürbar steigern. Das Internet bietet demnach tolle Möglichkeiten, um gezielt Kunden zu gewinnen und zu pflegen.

„Doch wir sollten ehrlich sein“, sagt Ralph Ihmsen. „Wenn die angebotene Dienstleistung nicht so gut ist wie auf der Website angepriesen, nutzt auch der schönste Auftritt nichts.“ Umgekehrt: Ist das Angebot überzeugend, lässt es sich leicht bewerben. Eine gut durchdachte, authentisch wirkende Homepage macht dann Sinn. Denn auch im Online-Marketing gilt das gute alte Werbergesetz: „You never get a second chance to make a first impression!“

 

Adaptiert aus: Physiopraxis 03/2012 Anke Zilessen, "Internetauftritt – Vorhang auf für Ihren Web-Auftritt!"

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