• Geburt ©Thieme VG

    Da in der Schwangerschaft nur wenige typische Notsituationen auftreten, kann meist rasch eine zuverlässige Diagnose gestellt und eine entsprechende Therapie eingeleitet werden.

     

Geburtshilfliche Notfälle

Bedeutung: Bei geburtshilflichen Notfallsituationen ist eine umgehende Therapie erforderlich, da neben mütterlichen Risiken in vielen Fällen auch das fetale Wohlbefinden beeinträchtigt ist. Eine Dekompensation des maternalen Herz-Kreislauf-Systems führt rasch zu einer Minderperfusion der Plazenta mit Hypoxiegefährdung des Feten.

Freimachen der Atemwege mit Sauerstoffgabe und Volumengabe sind Primärmaßnahmen, die vor einer exakten Diagnosestellung erfolgen. Da in der Schwangerschaft nur wenige typische Notsituationen auftreten, kann meist rasch eine zuverlässige Diagnose gestellt und eine entsprechende Therapie eingeleitet werden.

Vaginale Blutung im III. Trimenon
Häufigkeit und Ursachen: Schwere geburtshilfliche Blutungen im III. Trimenon sind eine der Hauptursachen für mütterliche Todesfälle. Zusätzlich ist auch die kindliche Morbidität und Mortalität durch Blutungskomplikationen entscheidend beeinträchtigt. Bis 70 % der Blutungen werden durch eine Placenta praevia oder eine vorzeitige Plazentalösung hervorgerufen. Ausschließlich fetale Blutungen sind selten und können z. B. auf einer Ruptur von Vasa praeviae beruhen.

Vorzeitige Plazentalösung
Bei einer Blutung zwischen Plazenta und Uteruswand kommt es zur Ablösung der Plazenta mit Bildung eines retrochorialen Hämatoms. Störungen des Plazentabetts im Rahmen von Uterusfehlbildungen, Myomen oder einer Präeklampsie sind häufige prädisponierende Faktoren für eine vorzeitige Plazentalösung. Auch direkte Traumen (Verkehrsunfall) oder invasive Eingriffe (Fruchtwasserdrainage, Fetoskopie, Plazentozentese) können ursächlich für eine retrochoriale Blutung sein.

aus Frauenheilkunde up2date 1/2015

 

Lesen Sie hier den ausführlichen Artikel

Frauenheilkunde up2date kennenlernen Jetzt kostenlos testen!

Wir empfehlen

  • Melden Sie sich zum Gyn-Newsletter an!