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    Krebspatienten reagieren auf gleiche Diagnosen sehr unterschiedlich. Ob hier psychoonkologische Unterstützung benötigt wird, ist daher individuell verschieden.

     

Psychoonkologische Ansätze – Bedeutung für die gynäkologische Onkologie?

In den letzten Jahrzehnten hat sich in der Onkologie im Allgemeinen und in der gynäkologischen Onkologie im Speziellen ein Paradigmenwechsel vollzogen: Neben der Lebensverlängerung und Symptomverbesserung gewannen gesundheitsbezogene Lebensqualität, Krankheitserleben und Krankheitsbewältigung an Bedeutung. Die Psychoonkologie befasst sich mit den komplexen psychosozialen Aspekten bei der Entdeckung, der Behandlung und im Verlauf der Krebserkrankung. Sie hat sich in den letzten Jahren als interdisziplinäres Fachgebiet etabliert und gilt als wichtiger Bestandteil der modernen Krebsmedizin in allen Bereichen der Prävention, Diagnostik, Behandlung und Nachsorge.

 

Psychosoziale Belastungen und Lebensqualität von Patientinnen mit gynäkologischen Tumoren

Die Diagnose Krebs gehört zu den am meisten belastenden medizinischen Diagnosen und ist mit zahlreichen Ängsten verbunden: Angst vor der Wiederkehr und dem Fortschreiten der Krebserkrankung, vor Nebenwirkungen der medizinischen Therapie, vor Schmerzen, vor beruflichen Einschränkungen, finanziellen Problemen und vor dem Tod. Bei Patientinnen mit Mamma- und gynäkologischen Tumoren kommen spezifische Ängste hinzu, die das eigene Körperbild, die Sexualität und den Kinderwunsch betreffen. So gilt die Brust als Symbol von Weiblichkeit, Mütterlichkeit und Sexualität; ebenso können Uterus und Ovarien emotional hoch besetzt sein. Nicht selten führen radikale operative Maßnahmen bei den betroffenen Frauen zu einem subjektiv empfundenen Verlust von Feminität und Attraktivität, einem veränderten Körperbild und sexuellen Problemen. Zur Lebensqualität von Mammakarzinom-Patientinnen, den Belastungen durch Diagnose, Operationen, Chemo-, Radio- und Hormontherapie liegen eine Vielzahl von Studien vor. Studien zur Lebensqualität und zu psychosozialen Belastungen bei Patientinnen mit genitalen Tumoren sind vergleichsweise selten, weisen jedoch auf langfristige Beeinträchtigungen der Lebensqualität betroffener Frauen hin. Häufig treten bei diesen Patientinnen sexuelle Probleme, Schmerzen, Verlust der Fertilität und Beschwerden durch eine vorzeitige Menopause, Erschöpfungssymptome und eine generelle Einschränkung körperlicher Funktionen auf.

 

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Aus der Zeitschrift GebFra Geburtshilfe und Frauenheilkunde 2013; 73(10): 992-995

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