• Empfängnisverhütung

     

Erhöhen moderne hormonelle Kontrazeptiva das Brustkrebsrisiko?

Circa 140 Millionen Frauen weltweit nutzen hormonelle Empfängnisverhütung. Dass Östrogene Einfluss auf die Entwicklung von Brustkrebs haben, ist bereits hinreichend bekannt. Inzwischen kommen auch Bedenken hinsichtlich der Rolle von Progestinen für diese Erkrankung auf. Damit wären auch die hormonfreisetzenden intrauterinen Systeme, Verhütungspflaster, Vaginalringe, Progestinimplantate oder Depotinjektionen als kritisch zu sehen.

Das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, ist bei Frauen, die aktuell oder bis vor Kurzem moderne hormonelle Kontrazeptiva nutzen oder genutzt haben, geringfügig größer als bei Frauen, die niemals hormonell verhütet haben. Zu diesem Ergebnis kommen die Wissenschaftler um Øjvind Lidegaard von der Universität Kopenhagen in einer landesweiten prospektiven Kohortenstudie in Dänemark. Für diese Studie, die von der Novo Nordisk Foundation gesponsert wurde, wurden die Daten mehrerer landesweiter Register anhand der persönlichen Identifikationsnummer im zivilen Registriersystem Dänemarks fusioniert. Die Daten aller Frauen, die zwischen Januar 1995 und Dezember 2012 zwischen 15 und 49 Jahre alt waren, wurden nachverfolgt. Von der Studie ausgeschlossen wurden Frauen, die

  • an Krebs erkrankt waren (außer nicht melanozytärer Hautkrebs),
  • unter venösen Thromboembolien litten oder
  • wegen Infertilität behandelt wurden.

Insgesamt wurden somit 1 797 932 Frauen in die Auswertung der Studie einbezogen.

 

Im gesamten Beobachtungszeitraum (1995 – 2012) sind bei einer durchschnittlichen Nachbeobachtungszeit von 10,9 ± 5,8 Jahren insgesamt 11 517 Fälle von Brustkrebs im Gesamtkollektiv aufgetreten. Verglichen mit den Frauen, die niemals hormonelle Kontrazeptiva benutzt haben, war das relative Risiko für Frauen, die aktuell oder in jüngerer Vergangenheit derartige Präparate nutzten, 1,20 und mit einem p = 0,002 statistisch signifikant.

 

Lesen Sie hier den gesamten Beitrag: Erhöhen moderne hormonelle Kontrazeptiva das Brustkrebsrisiko?

Aus der Zeitschrift Geburtshilfe und Frauenheilkunde 03/2018

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