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    Generation Y - Die Internetgeneration und digital Natives

     

Generation Y

Was erwartet uns von unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern?

In den letzten 5 Jahren ist immer wieder vom Fachkräftemangel und den Schwierigkeiten, junge Mitarbeiter anzuwerben, berichtet worden. Besonderes Augenmerk wurde dabei auf die sogenannte Generation Y gelegt, welche sich durch eine von den Vorgängergenerationen stark abweichende Einstellung zur Arbeit auszeichnet und hohe Erwartungen an den Arbeitsplatz mitbringt. Um die Generation besser zu verstehen und sich auf die Erwartungen einzustellen, erfolgt zunächst eine Charakterisierung der Generation und schließlich die Darstellung von Lösungen für den Umgang mit diesen Mitarbeitern. Der Artikel erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und Übertragbarkeit in jede Abteilung, sondern möchte für das Thema sensibilisieren und Interesse wecken.

 

Der Umgang mit den selbstbewussten und fordernden Mitarbeitern der Generation Y ist in vielen Kliniken nicht einfach, denn diese jungen Ärzte wählen ihren Chef selber aus und entscheiden, wann Auszeiten, wie beispielsweise Elternzeit, genommen werden. Sie wollen die täglichen Arbeitsinhalte gerne mitgestalten und dabei hervorragend ausgebildet werden. Coaching und regelmäßiges Feedback gehören daher für sie zu den Erwartungen an ihre Chef- und Oberärzte. Generation Y geht auch davon aus, dass jeder streng nach seinen Leistungen befördert wird und das Dienstalter keine Rolle spielt. Diskussionen über diese Themen sind mit diesen Mitarbeitern auch in anderen Branchen Alltag, was Führungskräfte häufig vor Herausforderungen stellt [9]. Der Arztberuf ist für diese Mitarbeiter ein Job wie jeder andere, der dann auch genauso planbar und zeitlich begrenzt sein soll wie viele andere Jobs. Arbeiten bis zur Selbstaufgabe und ohne Vergütung der Überstunden, wie bei vorherigen Generationen, kommt für diese Mitarbeiter nicht mehr infrage. Sie wechseln eher den Arbeitsplatz, als sich derartiges anzutun.

 

Generation Y – eine Definition

Mitarbeiter der Generation Y sind nach 1985 geboren. In zahlreichen Artikeln werden sie auch als „Internetgeneration“ oder „digital Natives“ bezeichnet. Sie sind geprägt durch das Internetzeitalter, Smartphones, die Globalisierung und soziale Netzwerke wie Twitter oder Facebook. Prägend für diese Generation war die starke Förderung durch ihre Eltern, die Babyboomer. Montags Tennis, dienstags Ballett, mittwochs Klavierunterricht, donnerstags Hockey und freitags Fußball waren keine Seltenheit im Wochenkalender. Daher erwarten diese Mitarbeiter heute auch eine vergleichbar engmaschige Förderung am Arbeitsplatz. Gesellschaftlich prägend waren für sie die Anschläge des 11. September 2001 und die Globalisierung. Beide Faktoren haben sie lernen lassen, dass westliche Werte nicht das Maß aller Dinge sind. Dennoch sind die Angehörigen dieser Generation optimistisch hinsichtlich ihrer Zukunft und dabei aufgeschlossen sowie kontaktfreudig. Sie kommunizieren ständig in elektronischen Medien und nehmen diese Art des Lebensstils mit an den Arbeitsplatz. An das Verwischen der Grenzen von Arbeitsplatz und Privatleben haben sie sich dadurch gewöhnt. Wichtige Literaturquellen zum Thema sind in [Tab. 1] zusammengefasst.

 

Zu Tab. 1 und dem ausführlichen Artikel

Aus: GebFra 01/14

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