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Medikamentöse Therapie in Schwangerschaft und Stillzeit

Für die meisten akuten und chronischen Erkrankungen gibt es hinreichend erprobte Medikamente, die ohne erhebliche Risiken auch in Schwangerschaft und Stillzeit eingenommen werden können. Allerdings ist ein Off-Label-Use in der Schwangerschaft nicht ungewöhnlich. Dieser Artikel skizziert den aktuellen Kenntnisstand zu Analgetika, Antibiotika, Antihypertensiva, Cumarin-Antikoagulanzien, immunmodulatorischen Substanzen/Rheumatherapeutika, Retinoiden, Antiepileptika und Psychopharmaka und gibt Empfehlungen zu akzeptablen Medikamenten.

Da viele Schwangerschaften ungeplant entstehen, sollte jede Therapie bei Frauen im reproduktionsfähigen Alter von einer möglichen Gravidität ausgehen und Arzneimittel mit ausreichender Dokumentation ihrer Verträglichkeit für das Ungeborene bevorzugen.

Die Pharmakotherapie Schwangerer ist ein heikles Thema, dem Beipackzettel und Rote Liste nicht gerecht werden können. Nicht selten führen Fehlinformationen zum Vorenthalten einer Therapie, schlechter Compliance, zu Überreaktionen nach Einnahme vermeintlich riskanter Mittel bis hin zum Abbruch einer Schwangerschaft oder auch zur Verordnung unzureichend erprobter Mittel. Dabei gibt es für die meisten akuten und chronischen Erkrankungen ausreichend sichere Arzneimittel. Aktuelle Daten zur Verträglichkeit von Medikamenten in Schwangerschaft und Stillzeit finden sich in Fachbüchern und Internetdatenbanken sowie spezialisierten Beratungseinrichtungen (z. B. www.embryotox.de).

Auch Schwangere müssen behandelt und ggf. krankheitsbedingte Auswirkungen auf den Embryo verhindert werden. Nicht selten geht das nur mit Medikamenten, die für Schwangere „kontraindiziert“ sind. Dies entspricht dann einem Off-Label-Use. Nach deutscher Rechtsprechung ist ein zulassungsüberschreitender Einsatz von Arzneimitteln dann nicht rechtswidrig, wenn das Medikament mit Gegenanzeige Schwangerschaft nach dem aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisstand hinreichend wirksam und unbedenklich ist und eine gleichwertige therapeutische Alternative nicht zur Verfügung steht. Die Unbedenklichkeit ist relativ zu verstehen, d. h., es steht kein anderes wirksames Medikament zur Verfügung, das sicherer erscheint und eine Nichtbehandlung wäre im Sinne einer Nutzen-Risiko-Abwägung riskanter.

Lesen Sie hier den gesamten Beitrag: Medikamentöse Therapie in Schwangerschaft und Stillzeit

Aus der Zeitschrift Geburtshilfe und Frauenheilkunde 7/2015

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