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    Schmerzlinderung unter der Geburt - welches Mittel eignet sich besser? Abbildung aus GebFra 04/2012

     

Neues zur Schmerzlinderung unter der Geburt: Paracetamol vs. Pethidin - Die Überlegenheit des Nicht-Opioids

Kann ein klassisches Nicht-Opioid-Analgetikum die Potenz eines Opioides hinsichtlich Wirksamkeit erreichen? Wohl kaum, wenn man von der WHO-definierten Schmerztherapie im Stufenschema ausgeht. So ist dort klar erläutert und es ist zweifelsohne wissenschaftlich empirisch belegt, dass – falls klassische Schmerztherapeutika wie NSAR oder Paracetamol nicht wirken – diese um Morphine oder Adjuvanzien wie Antidepressiva, Muskelrelaxanzien etc. ergänzt werden sollten.Von Interesse sind da die Ergebnisse einer von Elbohoty et al. veröffentlichen Studie, deren Ziel es war, Effektivität und Nebenwirkungen von Paracetamol bzw. Pethidin in der Schmerzbeseitigung während der Entbindung zu evaluieren.

Das überraschende Ergebnis der randomisiert-kontrollierten monozentrischen Studie aus Kairo: Paracetamol war in der Reduktion der Schmerzen gleich effektiv wie das schwache Opioid-Analgetikum Pethidin.

An der Studie am „Ain Shams Universitätsspital“ in Kairo nahmen 102 Frauen im Alter zwischen 18 und 35 Jahren teil. Einschlusskriterien waren u. a. Erstgeburt, Kopflage des Fetus sowie ein entsprechend geöffneter Muttermund. Als Ausschlusskriterien wurden beispielsweise Disproportionen hinsichtlich Größe des Kindes, in Relation zum mütterlichen Becken oder eine bereits erfolgte Schmerzprämedikation definiert. Die Effektivität der Schmerzreduktion nach Medikamentengabe, welche mittels analoger VAS- Skala gemessen wurde, war als primärer Zielparameter definiert. Sekundäre Zielparameter beinhalteten die Notwendigkeit wiederholter Medikamentengaben bzw. unerwünschte Arzneimittelwirkungen. Die Applikation der Schmerzmittel erfolgte intravenös, wobei Paracetamol mit 1000 mg und Pethidin mit 50 mg dosiert wurde. Die Schmerzintensität wurde mittels einer 100 mm visuellen Analog-Skala (VAS) gemessen.

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