Schwangerschaftsbetreuung nach Adipositas- oder metabolischer Chirurgie

Immer mehr Frauen stellen sich nach chirurgischen Eingriffen zur Adipositas-Therapie in der frauenärztlichen Praxis vor und wünschen eine präkonzeptionelle Beratung bez. Schwangerschaftskomplikationen und Mutterschaftsvorsorge. Hintergrundkenntnisse zu (morbider) Adipositas, OP-Techniken, Nachsorge und möglicher Komplikationen sind für eine optimale Betreuung von Bedeutung.

Circa ein Viertel der westeuropäischen Frauen im reproduktiven Alter leidet mit einem Body-Mass-Index (BMI) von über 30 kg/m² an Adipositas, ein weiteres Viertel an Übergewicht (BMI 25 – 30). Eine langfristige nichtchirurgische Therapie der Adipositas kann nur durch eine tiefgreifende Änderung des Lebensstils erfolgreich sein und umfasst neben Ernährungsberatung und Diät eine generelle Aktivitätssteigerung mit Steigerung des Grundumsatzes. Verhaltenstherapien und Medikamente können die konservative Therapie sinnvoll unterstützen.

Zunehmend entscheiden sich Frauen nach frustranen konservativen Versuchen zu einem Adipositas-chirurgischen Eingriff. Eine langfristige Gewichtsreduktion kann hierdurch bei extrem fettleibigen Patientinnen erreicht werden. Adipositas-assoziierte Erkrankungen werden in ihrem Schweregrad reduziert und z. T. ist sogar eine Vollremission möglich. 50% der Frauen sind zum Zeitpunkt der OP unter 40 Jahre alt und somit im fertilen Alter.

Für den betreuenden Frauenarzt ist es wichtig zu wissen, welche OP-Methode zum Einsatz gekommen ist. In der Sprechstunde kann er so individuell auf die Bedürfnisse seiner Patientin eingehen und zu potenziellen Komplikationen, reproduktiven Fragestellungen und möglichen Interventionen beraten.

MERKE: Fertilitätsprobleme alleine stellen keine Indikation für eine operative Therapie der Adipositas dar.

Tipp für die Praxis: Die optimale Schwangerschaftsbetreuung nach Adipositas-chirurgischem Eingriff berücksichtigt die OP-Technik und den Zeitabstand zum Schwangerschaftseintritt. Sie beginnt im Idealfall bereits präkonzeptionell mit einer intensiven Beratung. Die übliche Mutterschaftsvorsorge wird erweitert und auf die Bedürfnisse der Risikoschwangeren individuell zugeschnitten.

Lesen Sie hier den gesamten Beitrag: Schwangerschaftsbetreuung nach Adipositas- oder metabolischer Chirurgie

Aus der Zeitschrift: Frauenheilkunde up2date 05/2018

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