• Extrauteringravidität schnell und sicher abklären

    Auch in der Sonografie müssen die Qualitätsanforderungen definiert werden.

     

Standards zur gynäkologischen Sonografie

Während in der pränatalen Diagnostik durch die Aktualisierung der Qualitätsanforderungen (2002 für die DEGUM-Stufe II und 2006 für DEGUM-Stufe I) innerhalb des Mehrstufenkonzepts eine genaue Definition der Leistungsinhalte für die jeweilige Qualifikation des Untersuchers besteht und so eine Qualitätskontrolle und -verbesserung ermöglicht, existieren solche Qualitätsanforderungen für die gynäkologische Sonografie bisher im deutschsprachigen Raum nicht. Da die Sonografie in der Hand des Frauenarztes bei nahezu jeder diagnostischen Abklärung in der Gynäkologie zur Anwendung kommt, ist es umso wichtiger, dass nunmehr auch die Qualitätsanforderungen auf diesem Gebiet definiert werden.

Ziele der Leitlinie sind die Qualitätsverbesserung und -kontrolle in der gynäkologischen Sonografie wie auch die Sicherstellung einer standardisierten Ausbildung. Diesbezüglich wurden Standards analog dem Mehrstufenkonzept in der Pränataldiagnostik entwickelt. Diese orientieren sich an der Qualität und Erfahrung des Untersuchers, der apparativen Ausstattung und der verwendeten Untersuchungstechnik. Damit soll nicht nur eine qualitativ hochwertige Ausbildung, sondern auch ein hoher Qualitätsstandard in der Patientenversorgung gewährleistet werden.

 

Sonografische Basisuntersuchung

Die gynäkologische Basisuntersuchung bezieht sich auf die Diagnostik und Differenzialdiagnostik in der täglichen Praxis: Gesundheitsvorsorge, Erkennung von pathologischen Befunden und Hinweiszeichen auf Malignome des inneren Genitales, Diagnostik von entzündlichen Prozessen und einer Endometriose, Abklärung von Fragen zu Kontrazeption und Fertilität sowie Diagnostik einer extrauterinen Gravidität. Für die sonografischen Verfahren zur Abklärung der weiblichen Harninkontinenz (Introitus- und Perinealsonografie) wird auf die AWMF-Leitlinie 015/055 (S1) „Sonografie im Rahmen der urogynäkologischen Diagnostik“ verwiesen.

 

Lesen Sie hier den vollständigen Artikel

Aus der Zeitschrift GebFra Geburtshilfe und Frauenheilkunde 2013; 73(10): 985-987

  • Melden Sie sich zum Gyn-Newsletter an!